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Universität Erfurt, 21.01.08

Schlagworte

Schöpfung

Schöpfung Zwo-Punk-Null

"Schöpfung Zwo-Punkt-Null: Die Erschaffung des virtuellen Menschen" ist der Titel des Vortrages von Prof. Dipl.-Des. Ulrike Spierling am Dienstag (22. Januar 2008) im Rathausfestsaal.

Mit "Wunder Mensch" werden oft Wissenssammlungen über unsere Anatomie und unser Verhalten betitelt, welche trotz ständiger Wissensfortschritte (noch?) nicht vollständig sind. "Wunder der Technik" sind dagegen Artefakte, Kreationen von uns Menschen, die oftmals eine schwer zu durchschauende Komplexität aufweisen.

Virtuelle, künstliche Menschen sind solcherart selbstbezügliche Technik-Kreationen: Software, bzw. programmierte Computermodelle, die nach Vorlagen des Menschen entwickelt sind. Die Modelle ähneln Menschen im Aussehen, in der Bewegung oder im Verhalten, und haben verschiedene Funktionen von "Unterhaltung" bis "Erklärungsmodell" oder gar "Ersatz". Welchen Abstraktionsgrad sie auch aufweisen, die Kreationen sprechen uns Menschen unmittelbar an - mit einer Gefühls-Spanne von Empathie und Faszination bis hin zum Schaudern. Diese Vorlesung erläutert an einigen Beispielen die Grundkonzepte, Probleme und Überlegungen beim Design virtueller Menschen, sowie verschiedene Zielstellungen.

Ulrike Spierling ist in Heidelberg aufgewachsen und studierte Kommunikations-Design in Darmstadt. Ab 1990 gestaltete sie Computer-Animationen und virtuelle Welten am Fraunhofer-Institut und Zentrum für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt. Von 1998 bis 2002 war sie dort Abteilungsleiterin der Forschungsabteilung "Digital Storytelling"; dabei bearbeitete sie zahlreiche Forschungsprojekte in Bereichen der digitalen Unterhaltung, der Mensch-Computer-Interaktion und speziell der Kommunikation mit "Virtuellen Figuren". Seit 2002 ist Ulrike Spierling Professorin für Mediendesign an der Fachhochschule Erfurt. Dort unterrichtet sie interdisziplinär Design-Aspekte mit virtuellen Welten bei den Studiengängen "Angewandte Informatik" sowie "Architektur". Weiterhin betreibt sie angewandte Forschungsprojekte, in denen unter anderem virtuelle Figuren für Lernzwecke eingesetzt werden. Sie ist Sprecherin des Forschungsschwerpunkts "Interaktive Kinder- und Jugendmedien" an der FH Erfurt.

Nächster Termin der Reihe:
29.1.2008; 18.00 Uhr; "Zeichen und Wunder in der antiken Welt"; Professor Dr. Veit Rosenberger, Universität Erfurt, Rathausfestsaal, Fischmarkt 1, Erfurt

Weitere Informationen:


Jens Panse, Universität Erfurt
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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