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Ruhr-Universität Bochum, 04.11.04

RuhrSportReha gegründet: VfL Bochum spielt Doppelpass mit RUB-Klinikum

Erst Doppelpass, dann Tor: In Sachen Gesundheit und Rehabilitation spielen das St. Josef-Hospital (Universitätsklinikum der RUB) und der VfL Bochum jetzt in einer Liga. Am kommenden Sonntag, 7. November, eröffnen die beiden Bochumer Institutionen ihr erstes Joint Venture: die "RuhrSportReha Bochum", eine ambulante Einrichtung, in der nicht nur Topkicker und -athleten durch die Angebote universitärer Spitzenmedizin und -therapie wieder fit gemacht werden.

v. l.: Prof. Dr. Jürgen Krämer (Orthopädie), Dipl.-Kaufm. Hans Jürgen Kuhle (Geschäftsführer St. Josef), Peter Neururer, Momo Diabang, Christoph Eißing (Leitender Physiotherapeut) und Privatdozent Dr. Karl-Heinz Bauer (VfL-Vereinsarzt).

Bochum, 04.11.2004
Nr. 324

VfL spielt Doppelpass mit Uniklinik
"RuhrSportReha" gegründet
RUB-Medizin: orthopädische und kardiologische Betreuung

Erst Doppelpass, dann Tor: In Sachen Gesundheit und Rehabilitation spielen das St. Josef-Hospital (Universitätsklinikum der RUB) und der VfL Bochum jetzt in einer Liga. Am kommenden Sonntag, 7. November, eröffnen die beiden Bochumer Institutionen ihr erstes Joint Venture: die "RuhrSportReha Bochum", eine ambulante Einrichtung, in der Topkicker und -athleten durch die Angebote universitärer Spitzenmedizin und -therapie wieder fit gemacht werden. "Von Profis für Profis" lautet das Motto des für 1,5 Mio. Euro errichteten Zentrums.


Tag der offenen Tür

Auf rund 700 qm und in 16 Behandlungsräumen wirken ab November insgesamt 20 Physiotherapeuten, Sportlehrer und Verwaltungsangestellte. Am Sonntag, 7. November, wird die RuhrSportReha ab 13.30 Uhr mit einem Tag der offenen Tür eröffnet.

Erster Patient: Momo Diabang

Zusammenarbeiten werden das St. Josef-Hospital und der VfL Bochum in den Bereichen Physiotherapie, ambulante Rehabilitation, orthopädisch-traumatologische und sportkardiologische Betreuung. Die ärztliche Verantwortung tragen Prof. Dr. Jürgen Krämer (Orthopädie) und Prof. Dr. Andreas Mügge (Kardiologie). Die Leitung der RuhrSportReha liegt in den Händen der Physiotherapeuten Christoph Eißing (Leitung) und Axel Kautz (Stellvertreter). Genutzt wird das Zentrum durch die Sportler des VfL Bochum, es ist aber auch offizieller Partner der vier Olympia-Stützpunkte Dortmund, Bochum-Wattenscheid, Duisburg und Essen. Betreut werden zudem die Eiskunstlaufdamen aus Dortmund. Übrigens: Lange bevor die Tore der Reha öffneten, lag schon der erste Patient auf der Pritsche: VfL-Stürmerstar Momo Diabang kommt täglich zur Behandlung, um seine Kreuzbandverletzung schnellstmöglich auszukurieren.

Sportler-Reha besser kontrollieren

"Auf Initiative unseres Vereinsarztes, Dr. Bauer, haben wir uns bereits im Jahr 2000 intensiv damit beschäftigt, eine eigene Rehabilitation zu errichten. Anlass war, unseren Spielern eine verbesserte medizinische Betreuung insbesondere in der Rekonvaleszenz zu bieten und Rehabilitationsphasen unter eigener Mitwirkung besser gestalten und kontrollieren zu können," sagt Ansgar Schwenken, Vorstandsmitglied beim VfL Bochum. Zunächst hatte der VfL eine Erweiterung des VfL-Stadionscenters in Erwägung gezogen, dann hörte man im Verein von Plänen des St. Josef-Hospitals, eine ähnliche Einrichtung zu schaffen. Schwenken: "In gemeinsamen Gesprächen sind wesentliche Synergieeffekte deutlich geworden, und wir haben schnell beschlossen, das Projekt gemeinsam anzugehen."

Eine Einrichtung für alle Menschen

Zustimmung kommt auch von Cheftrainer Peter Neururer: "Diese moderne Reha-Einrichtung setzt in ihrer Art Maßstabe. Die RuhrSportReha direkt am Stadion und in Schussnähe des Trainingsgeländes zu haben, ist ein weiterer Baustein für die Infrastruktur beim VfL Bochum. Dazu kommt auch die regionale Bedeutung, denn die RuhrSportReha steht schließlich nicht nur den Profis des VfL Bochum offen, sondern allen Menschen mit entsprechenden gesundheitlichen Problemen. Das spricht für das Miteinander und die Bodenständigkeit in allen Aktivitäten unseres Vereins."

Medizinisch in der ersten Liga

Verstärkt hat sich der VfL durch Spezialisten, die medizinisch in der ersten Liga spielen. Die Orthopädische Klinik unter der Leitung von Prof. Dr. Jürger Krämer und die Kardiologische Klinik unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Mügge zählen im Urteil von Patienten und zuweisenden Ärzten zu den Häusern mit der größten Erfahrung und der höchsten Behandlungsqualität im Ruhrgebiet. Das ergab eine Vergleichende Untersuchung des Initiativkreises Ruhrgebiet unter 37 Kliniken. Die Zeichen der Zeit hat das Universitätsklinikum St. Josef-Hospital längst erkannt. Seit Juli 2002 ist es Teil der Holdinggesellschaft Katholisches Klinikum Bochum gGmbH mit annähernd 3.000 Beschäftigten und einem Umsatzvolumen von rund 120 Mio. Euro. In Bochum und Hattingen versorgt die Holding in vier Krankenhäusern jährlich rund 80.000 Patienten - 40.000 stationär und 40.000 ambulant.

Musterbeispiel für ambulante Versorgung

Auch die Angebote der "RuhrSportReha" stehen ambulanten Patienten der gesamten Region zur Verfügung, nicht nur Spitzensportlern. "Ein Musterbeispiel für integrierte Versorgung" nennt Dipl.-Kaufmann Karl-Heinz Kuhle das Projekt des St. Josef-Hospitals, das damit seine Tore ein weiteres Mal für die ambulante Betreuung von Patienten öffnet. Kuhle: "In der RuhrSportReha verbindet sich erstklassige Medizin mit dem Spitzensport. Nutznießer sind nicht nur Fußballer, sondern auch Leichtathleten, Handballer, Tennisspieler und natürlich die Jugendabteilungen der Vereine." Geplant wurde die RuhrSportReha ausdrücklich als Zentrum für alle Patienten. Sie besitzt die Zulassung aller Krankenkassen und Berufsgenossenschaften.

Prävention und Gesunderhaltung

Wer sich demnächst neben Bundesligaprofis und Spitzensportlern fit machen möchte, braucht nicht mehr lange zu warten: Ausbauen wird die RuhrSportReha in den nächsten Monaten nämlich ihr Angebot an Kursen zur Prävention und Gesunderhaltung. Dazu verfügt die RuhrSportReha über einen mit modernster Sportgerätetechnik ausgestatteten Trainingsraum. Hier wird es in Zukunft unter dem Motto "Aktiv leben - gesund bleiben" Trainingskurse und Rückenschulungen geben. Die ersten Krankenkassen haben schon die Bereitschaft zur Kostenübernahme signalisiert.


Dr. Josef König, Ruhr-Universität Bochum
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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