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Ruhr-Universität Bochum, 09.12.02

RUBIN 2/02: Wirkung von Gewaltspielen und detektivische Altphilologen

Bochum, 09.12.2002
Nr. 377

Psychologen erforschen Wirkung von Gewaltspielen
Altphilologen als Detektive der Bibliotheken
RUBIN 2/2002 ist da

Oft wurden sie verleugnet, nun aber sind die Auswirkungen von gewalthaltigen Computerspielen auf das Aggressionsverhalten von Kindern nachgewiesen: Bochumer Psychologen konnten die wichtige Rolle der Spiele und auch der Eltern beim Umgang der Kinder mit Aggressionen in einer umfangreichen Studie belegen. Die RUB-Altphilologen übten sich derweil in detektivischer Kleinarbeit, um die Schätze der Bibliotheken zu heben. Sie spürten neulateinische Handschriften auf, entzifferten sie und übersetzten sie erstmals in Deutsche. Über die Forschungsergebnisse berichtet das RUB-Wissenschaftsmagazin RUBIN in der Ausgabe vom 1. Dezember 2002.


RUBIN mit Bilder im Netz

Alle RUBIN-Beiträge mit Fotos zum Herunterladen finden Sie im Internet unter: http://www.rub.de/rubin (s.u.).

Weniger Mitleid durch Gewaltspiele

Nach Amokläufen wie 1999 in Littleton oder dieses Jahr in Erfurt kommt schnell die Vermutung auf, dass gewalthaltige Computerspiele die Täter angestiftet haben könnten. Bislang war dieser Zusammenhang aber nicht erwiesen, und ganz so einfach kann er auch nicht sein, denn immerhin greifen Millionen anderer Spieler nicht zur Waffe. Bochumer Psychologen gelang mit einer Studie an 280 Kindern zwischen acht und 14 Jahren nun der Beweis für den Einfluss der Spiele auf das Aggressionsverhalten. Sie stellten z. B. fest, dass gewalthaltige Spiele die Fähigkeit zum Mitleid vermindern können, was wiederum die Aggressionshemmung herabsetzt. Ein anderes Ergebnis sollte Eltern zu denken geben: Je sicherer die Bindung an die Eltern und deren Wissen um die Freizeitgestaltung ihrer Kinder war, desto geringer waren die Folgen gewalthaltiger Computerspiele.

Weiter Weg zum deutschen Text

Dass Latein keine langweilige tote Sprache ist, wissen die Bochumer Altphilologen: Der größte Teil der neulateinischen Literatur schlummert noch unübersetzt in den Bibliotheken und Archiven. Ein Hinweis auf eine bestimmte Schrift kann eine heiße Spur, manchmal aber auch nur ein Phantom sein. Können die Forscher die Schrift tatsächlich entdecken, ist die Freude groß - und die kommende Arbeit noch größer: Nicht nur der Zahn der Zeit macht die Manuskripte nämlich oft unleserlich, auch die häufig verwirrende und altertümliche Interpunktion will erst einmal verstanden sein. Außerdem sind die Texte meist nicht eben in Sonntagsschrift verfasst, oft korrigiert, über- und ineinandergeschrieben. Bis zum fertigen Buch mit kritischem Apparat, der die Übersetzungsarbeit nachvollziehbar macht, ist es ein weiter Weg. Für eine dramatische Bearbeitung des Aeneis aus dem 18. Jahrhundert sind Studierende ihn mitgegangen.

Themen in RUBIN 2/2002

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RUBIN 2/2002, wo Sie auch folgende Themen finden: IT-Sicherheit: "Code knacken" aus Profession; Mit "Virtual Tunnelling" dicht unter den Kellern entlang; Herzkranzgefäßerkrankungen: Kein Rückfall mehr - durch Gen-Transfer; Warum nicht alles alle krank macht - Das Berufsgenossenschaftliche Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin (BGFA) stellt sich vor; Rechts oder links - wie das Gehirn den Rückweg findet; Nanopartikel in Niedertemperaturplasmen: Staub aufwirbeln mit Methode. RUBIN ist für 2,50 Euro in der Pressestelle der RUB erhältlich und steht im Internet unter http://www.rub.de/rubin (s.u.).

Weitere Informationen:


Dr. Josef König, Ruhr-Universität Bochum
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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