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Fachhochschule Osnabrück, 18.10.07

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Fachhochschule Osnabrück, 18.10.07

"Archiv für Theaterpädagogik" in Lingen beginnt mit der Arbeit

Hervorgegangen ist die Gründung des Archivs aus dem Anliegen, sich in internationalen Maßstab mit der eignen Fachgeschichte auseinander zu setzen und Vertreter der verschiedenen Generationen in ihren unterschiedlichen Konzepten, Ansätzen, Lehrmeinungen und Erfahrungen miteinander ins Gespräch zu bringen und Zeugnisse aus der Geschichte des Fachs zu sichern, aufzuarbeiten und sie für die Forschung bereitzustellen.

Die Regale füllen sich - Archivleiterin Prof. Dr. Marianne Brandes und ihr Mitarbeiter Bernd Oevermann

Prof. Eva Maria Brandes stiftet dem Archiv für Theaterpädagogik in Lingen zahlreiche Dokumente aus mehren Jahrzehnten der Theaterpädagogik

Die Leiterin Frau Prof. Dr. Marianne Streisand und ihr wissenschaftlicher Mitarbeiter Bernd Oevermann sind sich jedoch sicher, "die Regale werden nicht lange leerstehen." Das Archiv ist dem Institut für Theaterpädagogik der FH Osnabrück in Lingen angegliedert.

Wussten vor 15 Jahren in Deutschland nur wenige Spezialisten etwas mit dem Begriff Theaterpädagogik anzufangen, so gibt es heute kaum noch ein Stadt- und Staatstheater oder kulturelles Zentrum, das nicht eine theaterpädagogische Abteilung unter seinem Dach beheimatet.


Als Archiv im Aufbau mit seinen kerntechnischen Aufgaben, Übernahme, Bewertung, Verzeichnung und Bewahrung, sieht sich das Archiv als Ort des lebendigen Dialogs zwischen den "Generationen der Theaterpädagogik". Es möchte in seiner Außenwirkung Fundstelle für Ausstellungen, Informationsquelle für Seminarplanung und Forschungsstelle für Seminar-, Abschluss oder wissenschaftliche Arbeiten in Lehre und Forschung sein.

Seine vorläufige Heimat hat das Archiv in den Räumen der Stadt- und Hochschulpolitik gefunden. "Wobei schon jetzt absehbar ist, dass es damit schon bald aus allen Nähten platzen wird", so die Leiterin Prof. Dr. Marianne Streisand. Die bereits zugesagten Vorlässe der ersten Generation von Theaterpädagogen ergeben schon einen Umfang von weit über 100 laufende Meter. Als deutschlandweit einziges Archiv auf diesem Spezialgebiet wird Lingen auch in den kommenden Jahren Anlaufstelle für attraktive Sammlungen sein und sich um den weiteren Aufbau keine Gedanken machen müssen.

Die ersten Archivbestände durften die Mitarbeiter jetzt aus Brockhöfen bei Uezen abholen: Die Vorlassstifterin Prof. Eva Brandes, Jahrgang 1938, war bis vor wenigen Jahren Professorin an der Fachhochschule Hamburg, Fachbereich Sozialwesen, wo sie den Studienschwerpunkt "Freizeit und Kulturarbeit" und "Ästhetik und Kommunikation" aufgebaut hat. Die Schauspielerin, Germanistin und Pädagogin hat am Beginn der 70er Jahre gemeinsam mit Prof. Wolfgang Nickel an der damaligen Pädagogischen Hochschule Berlin das erste Curriculum der Spiel- und Theaterpädagogik in Deutschland überhaupt entwickelt und auch das Amateurtheaterfestival in Recklinghausen mit ins Leben gerufen.

Aus all diesen Arbeitsphasen und aus unzähligen theaterpädagogischen Arbeiten, Projekten und Lehrveranstaltungen befinden sich spannende Zeugnisse unter den Dokumenten, die nun den ersten Baustein des Archivs für Theaterpädagogik bilden.

Kontakt und weitere Informationen:
Frau Prof. Dr. Marianne Streisand
Tel: (0591) 80098 - 411 o. -429 (Direktwahl)
Mail: M.Streisand@fh-osnabrueck.de


Olga Suin de Boutemard, Fachhochschule Osnabrück
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Unter einem Archiv (lateinisch archivum aus griechisch αρχείο(ν), archeío(n), „Regierungs-“, „Amtsgebäude“) versteht man eine Institution oder Organisationseinheit, in der Unterlagen aus Verwaltungshandeln, die als archivwürdig bewertet und somit zu Archivgut umgewidmet wurden, erfasst, erschlossen, erhalten, ausgewertet und zugänglich gemacht werden. Im übertragenen Sinne bezeichnet es auch das Gebäude. Archivgut sind Schriftstücke, Akten, Karten, Pläne, Siegel, Bild-, Film- und Tonmaterialien sowie sonstige, auch elektronisch gespeicherte Informationen, die einen bleibenden Wert besitzen. Wikipedia


 
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Pädagogik (v. griech.: παιδεια paideia = Erziehung, Bildung bzw. pais = Knabe, Kind + agein = führen) bzw. Erziehungswissenschaft sind Bezeichnungen für die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Theorie und Praxis von Bildung und Erziehung auseinandersetzt. Die Unterscheidung der beiden Bezeichnungen ist vornehmlich historisch zu sehen. Im klassischen Griechenland hatte der Pädagoge als Knabenführer die Aufgabe, ausgewählte Knaben den Philosophen zur Erziehung zuzuführen. Möglicherweise bedeutet dies auch, dass so die Knaben auf dem Weg zum Philosophen bildbar gemacht, also auf die kommenden Diskussionen und Reflexionen günstigenfalls eingestimmt wurden. Nach heutigem Verständnis kommt der Erziehungswissenschaft die Doppelrolle zu, als Reflexionswissenschaft Bildungs- und Erziehungszusammenhänge zu erforschen, aber auch als Handlungswissenschaft Vorschläge zu machen, wie Bildungs- und Erziehungspraxis gestaltet und verbessert werden kann. Wikipedia


 

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Theater (von griech.: τό θέατρον théatron „Schaustätte, Theater“; von θεάομαι theaomai „anschauen“) ist die Bezeichnung für eine szenische Darstellung eines inneren und äußeren Geschehens als künstlerische Kommunikation zwischen Akteuren (Darstellern) und dem Publikum. Mit dem Wort Theater kann das Gebäude gemeint sein, in dem Theater gespielt wird (siehe Theaterarchitektur), oder der Prozess des Theater-Spielens, oder auch allgemein eine Gruppe von Menschen, die ein Theater aufführen, also eine Theatergruppe. Wikipedia


 

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