Hilfe: Sie befinden sich auf...

Technische Universität Chemnitz, 03.04.02

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Technische Universität Chemnitz, 03.04.02

Psychologin gibt Tipps fürs Vorstellungsgespräch

Die Psychologin Prof. Dr. Astrid Schütz plant an der TU Chemnitz spezielle Coaching-Programme, in denen im Videolabor das eigene Auftreten in einem Bewerbungsgespräch verbessert werden kann. (Foto: TU Chemnitz/Uwe Meinhold)

Wie wirke ich im Vorstellungsgespräch
Chemnitzer Uni-Psychologin sagt, worauf es in einer Bewerbungssituation ankommt

Der erste Eindruck zählt: Besonders bei Bewerbungsgesprächen ist es wichtig, von Beginn an eine gute Figur zu machen. Aber wie anstellen? Sofort in die Offensive gehen oder lieber abwarten? Natürlich bleiben oder notorisch drauflosreden? Die Psychologieprofessorin Astrid Schütz von der TU Chemnitz hat seit vielen Jahren Strategien der Selbstdarstellung unter die Lupe genommen. In verschiedenen Projekten hat sie etwa die Selbstdarstellung im politischen Wahlkampf ebenso untersucht wie in Bewerbungssituationen. Anhand von Fremdbeurteilungen konnte sie so neue wissenschaftliche Erkenntnisse darüber gewinnen, in welcher Situation die Selbstdarstellung eines Menschen auf welche Weise ankommt. Eine neue Erkenntnis aus Chemnitz: Positive Selbstdarstellung hat nicht nur Vorteile. Wer zu dick aufträgt, kann sich schnell selbst ins Aus loben.


Obwohl es das Patentrezept für erfolgreiche Bewerbungsgespräche natürlich nicht gibt, können wichtige Hinweise aus der Selbstdarstellungsforschung abgeleitet werden, die es dem Jobsuchenden vielleicht einfacher machen, am Ende eines Vorstellungsgespräches weder als graue Maus noch als eitler Pfau dazustehen.

1. Tipp: Keine Inszenierungen

Eine Selbstdarstellung, die nicht zur Gesamtpersönlichkeit passt, wirkt aufgesetzt und verfehlt in aller Regel die gewünschte Wirkung. Inszenierungen sind daher äußerst riskant. Sie sammeln viel eher durch spontanes und authentisches Verhalten Pluspunkte.

2. Tipp: Nicht zu dick auftragen!

Wer nur von sich prahlt, wirkt unsympathisch. Deshalb sollten Sie kleinere Schwächen offen eingestehen - wenn sie nicht gerade die eigene Kompetenz in Frage stellen. Empirische Studien haben gezeigt: Selbstlob kommt nur dann besser an als eine eher bescheidene Selbstdarstellung, wenn dem Gegenüber keinerlei Informationen über die tatsächlichen Leistungen des Bewerbers vorliegen.

3. Tipp: Andere loben lassen

Bringen Sie andere dazu, Sie zu loben. Das macht einen besseren Eindruck, als es ständig selbst zu tun. Untersuchungen haben bewiesen, dass positive Beurteilungen von Dritten glaubwürdiger wirken als positive Selbstbeschreibungen

4. Tipp: Aber: Nicht allzu bescheiden sein

Auch wenn zu viel Eigenlob stinkt: Stellen Sie nicht gleich Ihr Licht unter den Scheffel. Wer in einem Bewerbungsgespräch nicht sagt, was er kann, erweckt nicht unbedingt den Eindruck, dass er viel kann.

5. Tipp: Der äußere Eindruck ist wichtig!

So ist das nun mal: Attraktive Bewerber kommen besser an. Achten Sie deshalb auf Ihre Kleidung. Wie empirische Studien belegen, wird eine Frau im Sakko in aller Regel kompetenter beurteilt als in anderer Kleidung.

6. Tipp: Auf die Körpersprache achten!

Verbales und Nonverbales gehören zusammen. Es macht daher einen unglaubwürdigen Eindruck, wenn die Körpersprache dem Gesagten widerspricht. Im Zweifelsfall wird eher dem Nonverbalen geglaubt. Wer also gerade von der eigenen Kompetenz spricht und dabei nervös an der Kleidung herumzupft, wirkt nicht überzeugend.

7. Tipp: Keine Widersprüche!

Verstricken Sie sich nicht in widersprüchlichen Aussagen: Wer in unterschiedlichen Situationen oder gegenüber unterschiedlichen Gesprächspartnern immer etwas anderes behauptet, erweckt den Eindruck, sein Fähnchen nach dem Wind zu drehen.

8. Tipp: Bloß keine Seitenhiebe!

Aggressive Angriffe auf Mitbewerber oder Konkurrenten verfehlen leicht die gewünschte Wirkung und führen stattdessen zu einem negativen Eindruck vom Angreifer. Studien zeigen, dass Kritiker oder Angreifer selbst negativ bewertet werden.

Wer das eigene Auftreten gezielt verbessern möchte, kann dies im Rahmen von Coaching-Programmen tun. An der Technischen Universität Chemnitz steht dafür ein neues Videolabor zur Verfügung, in dem die Psychologin Prof. Dr. Astrid Schütz und ihre Mitarbeiter in Zukunft das Selbstdarstellungsverhalten im Detail beobachten und analysieren können.

Eine Literaturempfehlung zum Weiterlesen: Astrid Schütz (2000): Psychologie des Selbstwertgefühls: Von Selbstakzeptanz bis Arroganz. Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer. ISBN 3-17-016685-9

Die Psychologin Prof. Dr. Astrid Schütz plant an der TU Chemnitz spezielle Coaching-Programme, in denen im Videolabor das eigene Auftreten in einem Bewerbungsgespräch verbessert werden kann. (Foto: TU Chemnitz/Uwe Meinhold)

Weitere Informationen gibt Prof. Dr. Astrid Schütz, Professur für Differentielle Psychologie und Diagnostik der TU Chemnitz, unter Telefon (03 71)5 31-63 66 oder per E-Mail astrid.schuetz@phil.tu-chemnitz.de


Dipl.-Ing. Mario Steinebach, Technische Universität Chemnitz
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
ISO-Studie über Frauennetzwerke: Die Kultur des Gebens und Nehmens 
 Frischer Wind im Jugendhilfeausschuss?