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Universität Rostock, 22.05.08

Online-Tool "Demographic Risk Map" vergleicht Demografischen Wandel und Standortrisiko für 264 europäische Regionen

Eine aktuelle Studie des Forschungsbereichs "Alternde Arbeitskräfte" des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels geht der Frage nach, wie sich der Demografische Wandel auf regionale Standortfaktoren in Europa auswirkt. Kompakte Informationen über die demografische Entwicklung und ihre Auswirkungen auf ausgewählte Standortfaktoren für 264 Regionen der Europäischen Union sind nun erstmals unter www.demographic-risk-map.eu verfügbar.

Die Untersuchung zeigt, dass der Demografische Wandel regional unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Während ganz Europa altert, wird ein Rückgang der Bevölkerung bis 2030 für weniger als die Hälfte der Regionen erwartet. Der im Rahmen der Studie entwickelte "Regional Demographic Chance Index" fasst die Alterung und Schrumpfung zusammen und erlaubt einen direkten Vergleich des Demografischen Wandels zwischen den Regionen und verschiedenen Zeitpunkten.

Das Rostocker Forscherteam unter Leitung von Prof. Dr. Thusnelda Tivig betont, dass sich für Unternehmen Risiken und Chancen der demografischen Entwicklung erst im Zusammenspiel mit Standortfaktoren ergeben ("Demographic Location Risk"). So wird beispielsweise das zukünftige Arbeitskräfteangebot einer Region durch die Entwicklung der Bevölkerung im Erwerbsalter (20-64 Jahre) sowie deren Arbeitsmarktpartizipation beeinflusst. Diese Bevölkerungsgruppe wird bis 2030 zwar nur leicht altern, jedoch deutlich schrumpfen - in manchen Regionen auf weniger als die Hälfte des heutigen Niveaus. Außer für den Standortfaktor Arbeitsangebot bietet die Studie eine Risikoabschätzung für drei weitere demografiesensible Bereiche: Humankapital, Arbeitsproduktivität sowie Forschung und Entwicklung.

Eine Zusammenfassung der Kernergebnisse der Studie sowie Index- und Risikowerte sind unter www.demographic-risk-map.eu abrufbar. Das Online-Tool wurde im Mai 2008 unter der Schirmherrschaft von Vladimír ¦pidla, EU-Kommissar für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit auf einer Konferenz in Brüssel offiziell vorgestellt. Die Ergebnisse basieren auf einem gemeinsamen Studienprojekt des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels und econsense - Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V, im Auftrag der Unternehmen BASF, Evonik und SAP.

Weitere Informationen:
Demographic Risk Map: www.demographic-risk-map.eu
Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels: www.rostockerzentrum.de
econsense | Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e. V.: www.econsense.de

Kontakt:
Prof. Dr. Thusnelda Tivig
Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels
Leiterin Forschungsbereich Alternde Arbeitskräfte
Konrad-Zuse-Str. 1
18057 Rostock
Email: tivig@rostockerzentrum.de


Ingrid Rieck, Universität Rostock
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Der Demografische Wandel beschreibt die Unterschreitung der Sterberate durch die Geburtenrate seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Dadurch verlieren Staaten, Länder oder Kommunen an Bevölkerung. Dies stellt beispielsweise Rentenversicherungssysteme vor neue Probleme. Der Begriff "Demografischer Wandel" ist sehr stark auf die jüngeren Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung festgelegt (insbesondere natürliche Schrumpfung der Bevölkerung bei relativ starker demografischer Alterung). Städte und Gemeinden versuchen, die Ausgewogenheit des Generationenverhältnisses mittels Aktivitäten Kommunaler Familienpolitik zu erhalten. Wikipedia


 
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