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Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund /..., 02.04.03

Neues 2-Wege-Kommunikationsinstrument zur besseren Verständigung zwischen Gehörlosen und Hörenden

Forscher an der University of Western Australia (UWA) in Perth, Australien, arbeiten gegenwärtig an der Entwicklung eines automatischen 2-Wege-Kommunikationsinstruments zwischen dem Englischen und der australischen Zeichensprache Auslan. Die Forschungsarbeiten haben zum Ziel, die derzeitig bestehende Kommunikationslücke zwischen Gehörlosen und Hörenden in der australischen Gesellschaft zu schließen. Die Anwendung des neuen Instruments wird vor allem in Situationen hilfreichen sein, in denen menschliche Übersetzer nicht zur Verfügung stehen.


Professor Robyn Owens zufolge, Pro Vice Chancellor der UWA für Forschung und Innovation, gibt es etwa 17.000 Anwender von Auslan in Australien. Sie benutzen eine Kombination von Kommunikationstechniken, wie Hand- und Armhaltungen, Handbewegungen und verschiedene Gesichtsausdrücke.

Auslan unterscheidet sich von anderen Zeichensprachen, auch wenn es teilweise mit der britischen Zeichensprache verwandt ist. Abgesehen von den grundlegenden Unterschieden zwischen einer gesprochenen Sprache und einer Zeichensprache erschweren die ungleichen Grammatikstrukturen von Auslan und der englischen Sprache das Erlernen der jeweils anderen Sprache für die einzelnen Anwender.

"Seit mehreren Jahren haben Forscher des Fachbereichs für Informatik und Softwareentwicklung an der UWA daran gearbeitet, verschiedene Teilprobleme der Computererkennung und der Graphik bei der Entwicklung eines Englisch-Auslan Übersetzers zu lösen," erklärt Professor Owens.

"Die Entwicklung einer automatischen Übersetzung von Auslan in das Englische erfordert eine verlässliche Erkennung sowohl der Hand- und Armbewegungen als auch der Gesichtsausdrücke. Die umgekehrte Übersetzung erfordert andererseits eine Spracherkennung und die Darstellung graphischer Zeichen. Beide Übersetzungsrichtungen erfordern eine strukturierte Spracherfassung zwischen der Auslan und der englischen Grammatik."

"Auf dem Gebiet der Computererkennung haben wir erfolgreich ein Erkennungssystem für Handzeichen entwickelt, das die einfachen Handhaltungen von Auslan erkennt, welche die Zeichen für das Alphabet im Englischen darstellen. Darüber hinaus haben wir ein fehlerresistentes Lippen-Beobachtungssystem zum Lesen von Lippenbewegungen entwickelt, ein 3D Kopfüberwachungsgerät gebaut, das den Kopfbewegungen bei der visuellen Spracherkennung sowie der Zeichenerkennung Rechnung trägt, und wir haben eine Methode entwickelt, mit der wir Gesichtsausdrücke automatisch beim Lippenlesen und bei der Beobachtung von Kopfbewegungen erkennen können," so Professor Owens. "Außerdem haben wir ein Darstellungssystem graphischer Zeichen entwickelt, das animierte 3D Bewegungen des menschlichen Oberkörpers abbildet, um Auslan-Zeichen darzustellen. Ein Prototyp für die Auslan Tutorien-Anwendung wird gegenwärtig eingeführt."

Weitere Informationen in englischer Sprache:

Professor Robyn Owens Tel.: 0061-8-9380 2839
Colin Campbell Fraser Tel.: 0061-8-9380 2889

Der Australische Hochschulverbund IDP / Institut Ranke-Heinemann ist die zentrale Verwaltungsstelle aller australischen Hochschulen in Deutschland, zuständig für Studienberatung, Studienplatzbewerbung, Einschreibung und Wissenstransfer. Er arbeitet not-for-profit und repräsentiert australische Forschung und Lehre weltweit. Als erste Kontaktadresse für sämtliche Fragen zu Studium und Wissenschaft für Studierende, Presse, Bildungseinrichtungen und Regierungsorganisationen kann er auch bei Fachfragen gezielt Ansprechpartner in Australien vermitteln.


Sabine Ranke-Heinemann, Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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