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Justus-Liebig-Universität Gießen, 09.03.06

Multifunktionale Chipkarte der JLU auf der CeBIT 2006

E-Government-Stand des hessischen Innenministeriums zeigt Chipkarte der JLU Gießen - Chipkarten-Projekt gilt als beispielhaft für Projekte von Bund, Länder und Kommunen

Auf der diesjährigen CeBIT vom 9. bis 15. März 2006 präsentiert sich das Chipkartenprojekt der Justus-Liebig-Universität Gießen auf einem Gemeinschaftsstand des Landes Hessen zum Thema "E-Government" (Halle 9 "Public Sector Parc", Stand C 40). An diesem Stand des hessischen Innenministeriums stellt das Land Lösungen zum Thema E-Government für die Landesverwaltung von Morgen vor.

An über 80 Arbeitsstationen demonstrieren die unterschiedlichen Ressorts der Landesverwaltung, gemeinsam mit ihren strategischen Partnern aus der Wirtschaft, Produkte, Anwendungen und Konzeptionen aus dem Bereich E-Government in Hessen. Schwerpunkte der Ausstellung sind die Themen Neue Verwaltungssteuerung, Portal, DMS, GIS, Innere Sicherheit und Kommunale Anwendungen.


Messebesucher haben die Gelegenheit, sich zu mehr als 30 Einzelprojekten detailliert zu informieren. Auch die Chipkarte der Justus-Liebig-Universität rückt damit in das Interesse einer noch größeren Öffentlichkeit.

Seit dem Wintersemester 2002/2003 erhält eine Studentin oder ein Student der JLU Gießen die Chipkarte kurz nach der Immatrikulation ausgehändigt. Die Karte diente zunächst nur als Studierendenausweis und löste die alten Papierausweise ab. Recht schnell sind immer mehr Funktionen hinzugekommen, die die Chipkarte zu dem machte, was sie heute ist: ein aus dem Alltagsleben der Studierenden der JLU Gießen nicht mehr wegzudenkendes "multifunktionales Werkzeug" aus einem Guss.

Heute verfügt die Chipkarte über folgende Funktionen: Lichtbildausweis, Semesterticket für den ÖPNV, Bibliotheksausweis für die Universitätsbibliothek, Bezahlfunktion für Dienste des Studentenwerkes (Mensa, Kaffeeautomaten, Waschmaschinen in Studentenheimen, Kopierer), Verschlüsselung und Signierung von E-Mails, Rechtsverbindliche Anmeldung zu Prüfungen und Veranstaltungen, sicherer Zugang zu personalisierten Webdiensten (zum Beispiel Lernplattform, Benutzerdatenbank), Zugangskontrolle für begrenzten Parkraum und sensible Bereiche. Weitere Funktionen sind in Planung. In Verbindung mit einem Chipkartenleser für den PC können einige Dienste auch von zu Hause aus genutzt werden. Durch die Kombination mit einer persönlichen PIN (ähnlich dem EC-Kartenprinzip) muss nur noch ein "Passwort" für die verschiedenen Dienste erinnert werden. Mit diesem beispiellosen Funktionsumfang ist die JLU Gießen nicht nur in Hessen unter den Hochschulen führend, sondern belegt auch im bundesweiten Vergleich eine Spitzenposition.

Da es in der öffentlichen Verwaltung häufig um das Prüfen und Verwalten von Identifikationen und den sicheren Zugang zu bestimmten Diensten geht, wird schnell klar, dass Projekte von Bund, Ländern oder Gemeinden Interesse an dem Chipkartenprojekt der JLU Gießen haben. An vielen Stellen sind solche Vorhaben bereits in Planung (Gesundheitskarte, citycards etc.).

Um dieses Thema ging es auch am ersten Tag der Messe: "IT-Forschung und Lehre am Standort Deutschland" stand im Mittelpunkt eines Roundtables mit Wissenschaftsminister Udo Corts, dem Staatssekretär und Bevollmächtigten für E-Government und Informationstechnologie der Landesregierung, Harald Lemke, Prof. Dr. Claudia Eckert (Fachgebiet Sicherheit in der Informationstechnik, TU Darmstadt) und Falko Fock (Projektleiter Chipkarte der JLU Gießen und Abteilungsleiter "System" am Hochschulrechenzentrum der JLU Gießen i.R.).

Ferner wird das Chipkartenprojekt in zwei Podiumspräsentationen am Gemeinschaftstand vorgestellt. Auch am Stand des Wissenschaftsministeriums (TechnologieTransferNetzwerk Hessen) ist das Projekt präsent. Während der gesamten CeBIT 2006 ist das Chipkartenprojekt an zwei Arbeitsstationen hautnah greifbar. Dort werden einzelne Funktionen simuliert, und Besucher können sich über die technischen Hintergründe informieren. Falko Fock (Projektleiter Chipkarte der JLU Gießen i.R.), Dr. Oliver Bäumer und Ralf P. Frenger vom Hochschulrechenzentrum der JLU Gießen stehen Interessierten Rede und Antwort.

Kontakt:
Hochschulrechenzentrum der Justus-Liebig-Universität Gießen
Dr. Michael Kost
Direktor
Heinrich-Buff-Ring 44
35392 Gießen
Telefon: 0641/99-13000
Fax: 0641/13009
E-Mail: Michael.Kost@hrz.uni-giessen.de

Weitere Informationen:


Charlotte Brückner-Ihl, Justus-Liebig-Universität Gießen
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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