Hilfe: Sie befinden sich auf...

Universität Koblenz-Landau, 24.06.02

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Universität Koblenz-Landau, 24.06.02

Die Leistungsfähigkeit von rheinland-pfälzischen Schülerinnen und Schülern in Mathematik

Mit dem gerade der Öffentlichkeit vorgestellten Buch werden die Ergebnisse des Projekts MARKUS zum ersten Male umfassend berichtet.MARKUS ist die bislang umfassendste Bestandsaufnahme des Leistungsstandes von Schülerinnen und Schülern und seiner Bedingungen in Deutschland und geht über das hinaus, was PISA bislang an Ergebnissen präsentieren konnte.

Mit dem gerade der Öffentlichkeit vorgestellten Buch werden die Ergebnisse des Projekts MARKUS zum ersten Male umfassend berichtet. MARKUS steht für "Mathematik-Gesamterhebung Rheinland-Pfalz: Kompetenzen, Unterrichtsmerkmale, Schulkontext". MARKUS ist die erste Gesamterhebung der Fachleistungen mittels eines Mathematiktests bei einem kompletten Schülerjahrgang eines Flächenlandes, ergänzt durch eine schriftliche Befragung aller teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, der sie unterrichtenden Fachlehrkräfte sowie der Schulleitungen. Die Studie ist die bislang umfassendste Bestandsaufnahme des Leistungsstandes von Schülerinnen und Schülern und seiner Bedingungen in Deutschland und geht in der Darstellung weit über das hinaus, was PISA bislang an Ergebnissen präsentieren konnte.


Ziel der Studie war das Bestreben, den beteiligten Lehrkräften und Schulen eine Standortbestimmung zu ermöglichen und damit eine empirisch begründete Wissensbasis für Maßnahmen der Schul- und Unterrichtsentwicklung bereitzustellen. Hierfür wurde eine ausführliche Rückmeldung der Testergebnisse und Kon-textmerkmale an alle beteiligten Schulen und Lehrkräfte sowie zusätzlich eine Rückmeldung von Fragebogenergebnissen zum Profil des Unterrichts und des Lernklimas direkt und persönlich an Lehrkräfte, die diese Rückmeldung angefordert hatten, vorgenommen. Zugleich sollten allgemeine Informationen über Schülerleistungen und die Unterrichtssituation in der 8. Klassenstufe in Rheinland-Pfalz gewonnen werden.

Die beiden ersten Kapitel des Buchs zum Markus-Projekt informieren über die Durchführung der Studie und die zentralen Ergebnisse zu den mathematischen Fachleistungen. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den individuellen familiären, d.h. sozialen und sprachlichen Hintergrund der Schülerinnen und Schüler und seiner Bedeutung für die Ma-thematikleistungen und das Lernverhalten, wobei auch auf die Rolle des TV-Kon-sums eingegangen wird. In Kapitel 4 wird die Bedeutung des Klassenkontextes und der Unterrichtszeit thematisiert. Anschließend widmet sich Kapitel 5 der Frage, wie sich die Bildungsgänge und Schularten hinsichtlich anderer Zielkriterien als der Mathematiktestleistung unterscheiden, wobei die Lernmotivation, die Lernkompe-tenz und das leis-tungsbezogene Selbstvertrauen im Mittelpunkt stehen. Kapitel 6 befasst sich mit dem Unterricht als dem Kern der Schulentwicklung und geht der Frage nach, welche Lehrmethoden in den 8. Klassen realisiert werden und wie Schülerinnen und Schüler die Qualität des Fachunterrichts und der Klassenführung beurteilen. Welche Merkmale erfolgreiche Klassen auszeichnen - Klassen, die zum Beispiel deutlich bessere Mathematik-leistungen oder ein höheres Niveau der Lernmotivation zeigen, wird in Kapitel dargestellt. Das Buch wird durch einen Anhang ergänzt, der als Orien-tierung für künftige Studien gedacht ist. Mit ihm werden Materialien bereit gestellt, welche die Planung, Durchführung und Auswertung solcher Erhebungen, inklusive der Ergebnisrückmeldung an die betei-ligten Lehrkräfte und Schulen, erleichtern sollen.

MARKUS enthält aus der Sicht der Autoren das Potenzial für eine Vielzahl theoretisch, metho-disch wie auch bildungspolitisch und schulpraktisch interessanter und aussichts-reicher Analysen, deren Stärke die Differenziertheit der Erfassung des Kontextes von Lehren und Lernen auf verschiedenen hierarchisch abgestuften Ebenen ist (Schüler - Klassen - Schulen - Schularten/Bildungsgänge). Die MARKUS-Ergebnisse seien auch ein reich-haltigen Fundus für Maßnahmen des schulischen Quali-tätsma-nagements, für die Lehreraus- und -fortbildung sowie für Maßnahmen der Selbstevaluation in Schulen. Sie sind zugleich eine wichtige Quelle für Eltern.

Publikation:
Helmke, A. & Jäger, R.S. (Hrsg.). Das Projekt MARKUS: Mathematik-Gesamterhebung Rheinland-Pfalz: Kompetenzen, Unterrichtsmerkmale, Schulkontext (550 S., Euro 22,90, ISBN 3-933967-69-4) Landau: Verlag Empirische Pädagogik

Eine Kurfassung der wichtigsten Ergebnisse findet sich unter: www.vep-landau.de

Kontakt:

Prof. Dr. Andres Helmke
Fachbereich 8: Psychologie der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau
Tel. 06341/280227 Email: helmke@uni-landau.de

Prof. Dr. Reinhold S. Jäger
Zentrum für empirische pädagogische Forschung der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau

Tel. 06341/906-122 Email: jaeger@zepf.uni-landau.de

Weitere Informationen:


Bernd Hegen, Universität Koblenz-Landau
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Bessere Didaktik statt immer mehr Leistung 
 RUBIN 1/2002: Harry Potter und die unsichtbare Religion