Hilfe: Sie befinden sich auf...

Universität Augsburg, 28.05.08

Ergänzend zum Artikel

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die Schlagworte zum Artikel klicken, um (andere) Artikel zu den jeweiligen Schlagworten anzuzeigen.
Auf der rechten Seite finden Sie weitere Informationen zu den Schlagworten dieses Artikels.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Universität Augsburg, 28.05.08

Langweiler EM: 14 Minuten Warten auf Freistöße!

Die Augsburger Fußballforscher haben ein Beobachtungssystem entwickelt, mit dem Spielunterbrechungen - Einwürfe, Freistöße, Abstöße, Anstöße, Eckbälle, Verletzungen, Auswechslungen oder Elfmeter - präzise registriert und klassifiziert werden können. Marcel Baur hatte nun das "Vergnügen", die 1686 Unterbrechungen der 16 Spiele der WM-Endrunde 2006 im Rahmen seiner Staatsexamensarbeit zu analysieren. "Wir gehen davon aus, dass die Ergebnisse der WM sich sehr ähnlich wieder bei der EM zeigen werden, aber das werden wir im Rahmen unseres Forschungsschwerpunkts Fußball natürlich überprüfen", so Lames.

Claudia Augste nennt die Ziele der Untersuchung: "Über eine reine Beschreibung des Spiels hinaus", beschreibt Claudia Augste die Untersuchungsziele, "interessieren wir uns zum einen für die Belastungsstruktur im Fußball: Wie muss ich trainieren, um mich tatsächlich auf die Belastungen eines Fußballspiels vorzubereiten? Zum zweiten wollen wir in Erfahrung bringen, ob und inwieweit Unterbrechungen als taktisches Mittel eingesetzt werden: Dauert der Eckball kurz vor Schluss bei einer Führung tatsächlich länger als bei Rückstand?"

Spielunterbrechungen und Belastungsstruktur

Auf den ersten Blick mögen die Laufumfänge von 12 Kilometern und mehr pro Spieler eindrucksvoll erscheinen, doch dieses Pensum in 90 Minuten zu bewältigen, bringt kaum einen Freizeit-Jogger zum Schnaufen. Bedenkt man aber, dass sich die Belastungen im Wesentlichen auf die 55 Minuten reine Spielzeit konzentrieren und darüber hinaus noch eine Vielzahl von Sprintbelastungen eingestreut werden, dann wird die Bedeutung der physischen Vorbereitung deutlich.

Spielunterbrechungen und Taktik

Zahlreiche Ergebnisse liegen zur Rolle von Spielunterbrechungen als taktisches Mittel vor. "Besonders die Torhüter zeigen ein ausgeprägtes Zeitgefühl", berichtet Lames. "Während ein Abstoß bei Rückstand in der letzten Viertelstunde gerade mal 12 Sekunden beansprucht, findet man bei Vorsprung etwa den doppelten Wert." Ähnliches gilt für Einwürfe, an deren Dauer man theoretisch während des gesamten Spiels ablesen kann, ob die einwerfende Mannschaft in Führung liegt oder nicht. Weniger deutlich ist dies bei Eckbällen, da deren Unterbrechungszeit häufig für das Aufrücken kopfballstarker Abwehrspieler benötigt wird, was zu einer in etwa konstanten Dauer von 25 Sekunden führt. "Wenn kurz vor Schluss eine Führung verteidigt werden soll, geht man das Risiko aufgerückter Verteidiger nicht mehr ein und greift eher zu einer kurzen Ecke, wie frühere Untersuchungen gezeigt haben", meint Augste, selbst ehemalige Bayern-Auswahlspielerin

66 Sekunden für den Biernachschub

Zum Schluss hat der Bewegungswissenschaftler Lames noch einen Tipp für alle Bierholer: Sobald der Schiedsrichter die Mediziner aufs Feld winkt, sei eine gute Gelegenheit, die Vorräte aufzufüllen. Denn das Spiel werde im Durchschnitt erst 66 Sekunden später fortgesetzt.
_______________________

Kontakt:

claudia.augste@sport.uni-augsburg.de
martin.lames@sport.uni-augsburg.de


Klaus P. Prem, Universität Augsburg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Internet-PC wird zum zentralen Medium für Jugendliche 
 Online-Coaching Sport & Schwangerschaft - Aktiv während und nach der Schwangerschaft

Wikipedia Logo
Ein Freistoß ist eine vom Schiedsrichter verordnete Maßnahme beim Fußballspiel, mit der eine Mannschaft sanktioniert werden kann, wenn sie durch unsportliches Verhalten (Foul) aufgefallen ist oder einen anderen Regelverstoß verübt hat. Der Freistoß wird neben dem Eckstoß und dem Einwurf zu den Standardsituationen beim Fußball gezählt. Wikipedia


 

Archiv

Themen

Schlagworte

Anzeigen