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Friedrich-Schiller-Universität Jena, 15.06.07

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Friedrich-Schiller-Universität Jena, 15.06.07

Eine kurze Geschichte des Klaviers

Musikwissenschaftler der Universität Jena gibt CD-ROM "Mechanik der Poesie" mit heraus

Cover der CD-ROM "Mechanik der Poesie".

Das "Expertenteam", das durch die digitale Welt der Klaviere führt im Screenshot.

Jena (15.06.07) Man lernt am besten von den Besten. Dies dachten sich auch Musikwissenschaftler, die über Klang und Funktionsweise von Klavieren & Co. auf anschauliche Weise informieren wollen. Also versammelten sie die besten Klavierbauer und Komponisten - auf der CD-ROM "Mechanik der Poesie". So helfen nun u. a. Bach, Brahms, Beethoven, Chopin, Czerny, Liszt, Mozart und Schubert dabei, alles über "besaitete Tasteninstrumente" zu lernen. Die CD-ROM, die nach zweijähriger Arbeit entstand, ist ein Projekt der Heidehof-Stiftung in Zusammenarbeit mit den Hochschulen in Augsburg, Jena und Weimar. Mitgearbeitet haben an diesem animierten Spaziergang durch die Welt der Klaviere auch das Greifenberger Institut für Musikinstrumentenkunde und die Multimediafirma "Reinsprung".

Entstanden ist ein multimedialer Streifzug durch vier Jahrhunderte Klaviermusik und -bau. "Die CD ist vor allem für Schüler und Studenten konzipiert worden", sagt HDoz. Dr. Franz Körndle von der Universität Jena, der zum interdisziplinären Projektteam gehört. Aber auch alle anderen Interessierten können die Kulturgeschichte der besaiteten Tasteninstrumente des 15.-19. Jahrhunderts mit Klangbeispielen hören und ihre Entwicklung an Animationen verfolgen.

In einem virtuellen Museum können unterschiedliche Klaviertypen angeschaut und in ausgewählten Beispielen angehört werden. Dadurch ist ein rascher und eindrücklicher Vergleich möglich. So weiß am Ende auch der Laie, wie ein Cembalo im Gegensatz zu einem Hammerflügel klingt. Eine Ahnung davon, welche Handwerkskunst für den Bau dieser komplexen Tasteninstrumente notwendig ist und welchen Einfluss die Klavierbauer auf den Klang hatten, wird bei dieser kurzen Geschichte des Klaviers direkt mitgeliefert. Über vertiefende Informationen zu den Instrumenten, Landkarten zur Wirkungsgeschichte und Faksimiles historischer Dokumente wird eine intensive musikwissenschaftliche Beschäftigung mit dieser Instrumentengruppe möglich.

Die gute Resonanz auf diese Silberscheibe und die konstruktive Atmosphäre im Projektteam hat die Macher zu einem Folgeprojekt animiert. Gerade haben sie die Arbeit an einer neuen CD-ROM gestartet, die in die Welt der Orgeln und des Orgelbaus einführen wird.

Kontakt:
HDoz. Dr. Franz Körndle
Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena
Fürstengraben 18
07743 Jena
Tel.: 03641 / 944990
E-Mail: franz.koerndle[at]uni-jena.de


Axel Burchardt, Friedrich-Schiller-Universität Jena
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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