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Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik..., 07.06.07

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Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik..., 07.06.07

HPI: 100 Dollar-Laptop für Kinder präsentiert - Eigene Spiele entwickelt

Alex und Mathilda (beide 6 Jahre) testeten ausgiebig die beiden Laptop-Prototypen
Foto: HPI/Frieder Bechtel

Gruppenfoto der Beteiligten: ganz links Prof. Christoph Meinel, Direktor des HPI, Studenten, die Strategiespiele für den 100-Dollar-Laptop programmierten, der deutsche OLPC-Entwickler Dr. Bert Freudenberg (mit Mütze), Prof. Robert Hirschfeld (2.v.r.), Dr. Michael Haupt (r.), beide vom HPI-Lehrstuhl Softwarearchitekturen; dort wurden die Studenten zum Spiele-Programmieren angeleitet
Foto: HPI/Frieder Bechtel

Potsdam. Studenten des Hasso-Plattner-Instituts haben Strategiespiele für den Kinder-Computer der internationalen Initiative "One Laptop per Child" (OLPC) entwickelt. Als Teilnehmer einer Vorlesung von Prof. Robert Hirschfeld, Leiter des Fachgebiets Software-Architekturen, implementierten 13 Bachelor-Studenten dazu Programme mit der Programmierplattform "Squeak" für den 100-Dollar-Laptop des OLPC-Projekts. Kindern in Schwellenländern sollen die Rechner helfen, kreativ zu sein und leichter zu lernen. Der Computer wird derzeit in einem gemeinnützigen Projekt entwickelt, an dem internationale Experten aus Industrie und Forschung mitwirken.


"Ziel ist es, einen sehr günstigen, flexiblen, effizienten und langlebigen Laptop anzubieten, der Funktionalität und Design ansprechend verbindet", erläutert Prof. Hirschfeld. Vor allem die vielen Millionen bedürftigen Kinder in den abgelegenen Regionen der Erde sollen mit der preiswerten und Strom sparenden Lernmaschine einfachen Zugang zu Wissen und modernen Bildungsmöglichkeiten bekommen können. "Der Laptop hat einen drahtlosen Internetzugang eingebaut. Er kann sich ohne weiteres Zutun mit anderen Laptops seiner Art vernetzen", betont Prof. Hirschfeld.

Der HPI-Professor steht seit langer Zeit mit dem Viewpoints Research Institute des amerikanischen Informatikwissenschaftlers Dr. Alan Kay in Verbindung. Kay, mehrfach mit bedeutenden wissenschaftlichen Preisen ausgezeichneter Computerpionier, gilt als einer der Väter der objektorientierten Programmierung und skizzierte mit seinem "Dynabook"-Konzept die Grundidee für Laptops und Tablet-PCs. Der 67-jährige US-Wissenschaftler berät das "One Laptop per Child"-Projekt, hinter dem führende Mitarbeiter des Massachusetts Institute of Technology stehen. Schon in den Siebzigerjahren versuchte Kay, Kinder an Computer heranzuführen. Seine Vorstellungen vom computer- und netzwerkvermittelten Interagieren der Kinder in aller Welt prägen die Softwareentwicklung für den Schülerlaptop.

Neuester Projektstand am 7. Juni in Potsdam vorgestellt

Am Donnerstag, 7. Juni, stellte ein freier Mitarbeiter des Viewpoints Research Institute, der Magdeburger Softwareingenieur Dr. Bert Freudenberg, auf dem HPI-Kolloquium den 100 Dollar-Laptop und den neuesten Entwicklungsstand des Projekts vor. Der Magdeburger ist einziger deutscher Entwickler in dem Team, das den Medienbaukasten "Etoys" für das OLPC-Projekt nutzbar macht. Kinder können damit Videos, Bilder und Text als Collagen zusammenstellen und einzelnen Elementen ein bestimmtes Verhalten zuordnen. Dazu werden Programmbefehle einfach mit der Computermaus zusammengestellt.

Weitere Informationen:


Frieder Bechtel, Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI)
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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