Hilfe: Sie befinden sich auf...

Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 10.02.04

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 10.02.04

Historisches Gesangbuch - Modernes Gedankengut von Toleranz und Ökumene

Alexander Ritter vom Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sorgt für Nachdruck von seltenem Gesangbuch aus dem Jahre 1666. Nur noch zwei vollständige Exemplare erhalten.

Wer Ökumene für einen modernen Begriff unserer Zeit hält, den überrascht das Rheinfelsische Gesangbuch und sein
Herausgeber Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels. Bereits 1666 - etwa eineinhalb Jahrhunderte nach der Spaltung der Kirche - setzt er mit der Veröffentlichung ein wichtiges Zeichen für die Aussöhnung der Konfessionen und für
frühe Ökumene.

Ursprünglich evangelisch-reformiert, ist Landgraf Ernst zur katholischen Kirche übergetreten. Doch bleibt die Bevölkerung seines Herrschaftsgebietes der Niedergrafschaft Katzenelnbogen bei St. Goar in der Mehrheit lutherisch. Nicht zuletzt wegen der Toleranz des Landesherrn: Um seinen Untertanen den Übergang in die neue Konfession zu erleichtern, stellt er ein Gesangbuch zusammen, das sowohl katholisches, als auch evangelisches Liedgut beinhaltet. Für das 17. Jahrhundert, in dem das Volk sich meist nach der Konfession des Landesherrn zu orientieren hatte, ist es ein außergewöhnliches Werk. Bevor es sich verbreiten kann, wird es von der zuständigen katholischen Zensurbehörde verboten und aus dem Verkehr gezogen.

Beeindruckt vom "modernen", immer noch aktuellen Gedankengut des Landgrafen und der Idee, durch gemeinsames Singen zwischen den Konfessionen Nähe zu schaffen, bringt Alexander Ritter vom Institut für Geschichtliche Landeskunde der Johannes Gutenberg-Universität Mainz das Buch, von dem nur zwei Exemplare erhalten sind, in den Reprint.

Das Werk bietet nicht nur eine Zusammenstellung von Liedern bekannter Verfasser wie dem Jesuitenpater Friedrich Spee und Martin Luther. Ergänzt wird die Neuauflage durch einen Kommentar, der viele interessante historische Details rund um die Entstehung des Buches liefert.

Präsentation des Rheinfelsischen Gesangbuches
Zur Vorstellung des Rheinfelsischen Gesangbuches mit anschließendem Umtrunk lädt das Autorenteam die interessierte Öffentlichkeit herzlich ein

am Dienstag, den 23. März 2004, 18.15 Uhr,
in die Martinus-Bibliothek des Bistums Mainz,
Grebenstraße 8.

Kontakt und Informationen:
Alexander Ritter
Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V.
E-Mail: Ritter.Alexander@web.de
Telefon +49 6131 685813

Stephan-Christoph Müller
Gesangbucharchiv
E-Mail: stchrmue@web.de
Telefon 06131 2778896

Weitere Informationen:


Petra Giegerich, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Lebensqualität trotz Krebs? 
 Seelische Anspannung erhöht Tinnitus-Gefahr