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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, 25.11.03

Heidelberger Autor schreibt Standardwerk zum problemlösenden Denken

Autor ist der Psychologe Prof. Dr. Joachim Funke - Welche Eigenschaften machen Probleme schwierig und wie gehen Menschen mit schwierigen Problemen um?

Eine wichtige Funktion menschlichen Denkens besteht im Lösen von Problemen. Welche Eigenschaften machen Probleme schwierig und wie gehen Menschen mit schwierigen Problemen um? Die Antwort auf diese und weitere Fragen findet sich im gerade erschienenen Buch "Problemlösendes Denken", das der Heidelberger Ordinarius für Allgemeine und Theoretische Psychologie, Prof. Dr. Joachim Funke, verfasst hat.

Ziel dieses Buches ist es, die vorliegenden Modelle, Untersuchungsmethoden und Befunde zum einfachen und komplexen Problemlösen zu ordnen und ihre Beziehungen zu anderen Bereichen der Psychologie herauszuarbeiten. Studierende, Forschende und interessierte Laien finden hier eine umfassende und übersichtliche Darstellung. Besondere Aufmerksamkeit erfahren neuere Forschungsergebnisse zum Umgang mit komplexen Problemen. Diese sind durch die Vernetztheit der beteiligten Merkmale, die partielle Intransparenz der Situation und die zeitliche Dynamik ihres Ablaufs charakterisiert. In den letzten 20 Jahren hat die denkpsychologische Forschung hierzu eine Reihe von teils empirisch teils experimentell abgesicherten Befunden vorgelegt, die erstmals in diesem Buch systematisiert werden.


Zu einem wichtigen Hilfsmittel denkpsychologischer Forschung sind computersimulierte Szenarien geworden, an denen sich Menschen verschiedenen Herausforderungen stellen müssen, z.B. der Leitung einer Schneiderwerkstatt oder der Durchführung eines Entwicklungshilfe-Projekts in Afrika - all das aber eben nicht in Wirklichkeit, sondern in der simulierten Mikrowelt unter kontrollierten Bedingungen. Daran lässt sich erkennen, wie gut Personen etwa Nebenwirkungen oder langfristige Auswirkungen ihrer Eingriffe bedenken. Die bisherige Forschung weist nicht nur eine Liste typischer Fehler und Fallen auf, sondern zeigt auch die enge Verbindung zwischen kognitiven und emotionalen Aspekten des Problemlösens auf.

Der Autor, Prof. Dr. Joachim Funke, Jahrgang 1953, lehrt und forscht seit 1997 an der Universität Heidelberg mit den Schwerpunkten Allgemeine und Theoretische Psychologie. Er ist Autor zahlreicher Zeitschriftenbeiträge und Bücher.

Funke, J. (2003). Problemlösendes Denken. Stuttgart: Kohlhammer. 309 S., 54 Abb., 10 Tab. ISBN: 3-17017-425-8, Preis: 25,- Euro.

mehr zum Buch im Internet: http://pld.uni-hd.de

Rückfragen bitte an:
Prof. Dr. Joachim Funke
Geschäftsführender Direktor
Psychologisches Institut, Universität Heidelberg
Hauptstr. 47-51, 69117 Heidelberg
Tel. 06221 547388, Fax 547273
joachim.funke@psychologie.uni-heidelberg.de
http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/

Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

Weitere Informationen:


Dr. Michael Schwarz, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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