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Universitätsklinikum Heidelberg, 07.11.03

Freundliches Ambiente erfüllt Bedürfnisse der Patienten

Westflügel der Psychiatrischen Universitätsklinik saniert / Moderne Ausstattung für Stationen und Gedächtnisambulanz

Nach drei Jahren Bauzeit wurde die komplette Sanierung und Neuaustattung des Westflügels der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg abgeschlossen. / Foto: Universitätsbauamt Heidelberg.

Die hellen und freundlichen Räume der gerontopsychiatrischen Station bieten ein optimales Umfeld für die Behandlung der betagten Patienten. / Foto: Universitätsbauamt Heidelberg.

Anfang November konnte nach drei Jahren Bauzeit der umgebaute Westflügel des Hauptgebäudes der Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Christoph Mundt) bezogen werden. Damit ist der erste Abschnitt der kompletten Sanierung der Klinik unter der Federführung des Universitätsbauamtes Heidelberg abgeschlossen. Die Baukosten der Sanierung einer Nutzfläche von 1.700 Quadratmetern betrugen 4,7 Millionen Euro; als nächster Abschnitt der Gesamtsanierung stehen Arbeiten am Mittelteil und am Ostflügel des Gebäudes an. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude wurde 1875 bis 1878 erbaut und war in den zwanziger und sechziger Jahren bereits um ein Dach- und Kellergeschoss erweitert sowie teilweise saniert worden.


Helle, freundliche Räume, mit Holztäfelung im Bettenbereich, der in der Regel für zwei Patienten ausgelegt ist, bieten auf der gerontopsychiatrischen Station im Erdgeschoss insgesamt 16 betagten Patienten ein optimales Umfeld, in dem ihre akute Erkrankungssymptomatik abgeklärt und mit einer Behandlung begonnen werden kann. Die Patienten leiden meist an depressiven und demenziellen Erkrankungen. "Natürliche Materialien und warme Farben, fernab von der üblichen Krankenhausatmosphäre, können dazu beitragen, dass sich die Patienten wohlfühlen und einer Therapie zugänglich werden", erklärte Prof. Dr. Johannes Schröder, Leitender Oberarzt der Klinik und Leiter der gerontopsychiatrischen Abteilung. Dazu gehört auch die durchgängige Verwendung von indirektem Licht, die Schattenwurf vermeidet und für ein warmes Ambiente sorgt.

Funktionell und einladend gestaltet ist ebenfalls das Untergeschoss mit der Gedächtnisambulanz, in die ältere Patenten zur Abklärung ihrer geistigen Leistungsfähigkeit kommen. Dort sind weitere Forschungs- und Besprechungsräume untergebracht. Im ersten Stock wurde das neu etablierte Frühbehandlungszentrum eingerichtet, in dem künftig Jugendliche ab 12 Jahren gemeinsam von Erwachsenen- und Jugendpsychiatern nach einem bundesweit einmaligen Konzept betreut werden. Das Design hier ist schlicht und modern, die Farbtöne sind sehr hell und freundlich. Im Garten wurde ein Basketballplatz angelegt; unterm Dach stehen zwei große Räume für Beschäftigungs- und Ergotherapie bereit.

"Manche Patienten suchen hier Ruhe und Geborgenheit, andere brauchen viel Licht", sagt Ronald Eichstädter, Pflegedienstleiter der Psychiatrischen Universitätsklinik. Deshalb gibt es geschützte Bereiche und Nischen ebenso wie Räume, die von Tageslicht durchflutet werden, wie der Pavillon der gerontopsychiatrischen Station, der als Aufenthalts- und Essraum genutzt werden kann.

Kontakt:
Prof. Dr. Johannes Schröder: 06221 / 56 5468 (Sekretariat)

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.med.uni-heidelberg.de/aktuelles/

Weitere Informationen:


Dr. Annette Tuffs, Universitätsklinikum Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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