Hilfe: Sie befinden sich auf...

Deutsches Jugendinstitut e.V., 03.06.08

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Deutsches Jugendinstitut e.V., 03.06.08

Forschungsverbundstudie des Deutschen Jugendinstituts belegt: Freiwilliges Engagement macht kompetent.


Die aktuelle repräsentative Studie des DJI-Forschungsverbunds mit der Technischen Universität Dortmund zeigt, dass freiwilliges Engagement ein wichtiges gesellschaftliches Lernfeld ist, in dem personale, soziale, kulturelle sowie instrumentelle Kompetenzen entwickelt und erprobt werden, von denen die Engagierten in ihrem biografischen Verlauf profitieren.

Für die Engagementforschung wurde mit dieser Studie Neuland betreten, da erstmals Lernen und Kompetenzerwerb im freiwilligen Engagement in einem repräsentativen Spektrum an Organisationen und Tätigkeitsfeldern untersucht worden sind.
Anders als z.B. in der Schule wird im freiwilligen Engagement durch die aktive Übernahme von Verantwortung in Ernst- Und Echtsituationen gelernt, wobei Handeln und Lernen eng miteinander verknüpft sind. Die besonderen strukturellen Rahmenbedingungen "Freiwilligkeit", "Offenheit", "Diskursivität" fördern eigenständiges Lernen.
Hohe Motivation aufgrund frei gewählter Verantwortungsbereiche, Herausforderungen durch die übernommene Verantwortung, Unterstützung durch erwachsene Bezugspersonen verbunden mit gemeinsamem Handeln in der Gleichaltrigengruppe - das sind spezifische lern- und entwicklungsförderliche Bedingungen, die das freiwillige Engagement zu besonders nachhaltigen Lernfeldern und Ermöglichungsräumen für Heranwachsende machen.

Insbesondere im Hinblick auf Gesundheits-, Bildungs- und Sozialberufe erfüllen die Organisationen des freiwilligen Engagements eine wichtige Orientierungsfunktion für die Berufswahl. Ehemals Engagierte ergreifen häufiger Sozial-, Erziehungs-, und Gesundheitsberufe als Nicht-Engagierte. Dadurch ist das freiwillige Engagement auch ein Rekrutierungsfeld für Sozialberufe, das angesichts des steigenden Bedarfs von Fachpersonal in diesem Bereich zunehmend an Bedeutung gewinnt.

In ihrer Jugend engagierte Erwachsene verfügen über mehr Erfahrungen mit unterschiedlichen Tätigkeiten und damit auch über mehr Kompetenzen als Nicht-Engagierte. Dies betrifft vor allem Organisations-, Gremien- und Leitungskompetenzen. Im Gegensatz zu Nicht-Engagierten erreichen ehemals Engagierte höhere Abschlüsse, schätzen sich als beruflich erfolgreicher ein und beurteilen ihr Leben als zufrieden stellender als Nicht-Engagierte.
Wer als Jugendlicher gesellschaftliche Verantwortung übernimmt, tut dies mit großer Wahrscheinlichkeit auch als Erwachsener.
Personen, die in ihrer Jugend freiwillig engagiert waren, sind im Erwachsenenalter gesellschaftlich besser integriert als Nicht-Engagierte. Darüber hinaus haben sie ein stärkeres politisches Interesse und beteiligen sich häufiger an politischen und sozialen Aktivitäten. Somit ist freiwilliges Engagement Heranwachsender eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Zivilgesellschaft.

Allerdings stehen Zugang sowie Art des Engagements in Zusammenhang mit den sozialen Ressourcen und den kulturellen Interessen im Elternhaus. Die entscheidende Voraussetzung für ein Engagement ist die schulische Qualifikation. Jugendliche aus sozial unterprivilegierten, partizipations- und bildungsfernen Bevölkerungsgruppen sind hier unterrepräsentiert. Somit stellen Lernprozesse im freiwilligen Engagement keine Kompensation sozialer Ungleichheit dar, sondern verstärken diese tendenziell noch.

Weitere Informationen:


Andrea Macion, Deutsches Jugendinstitut e.V.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
15 Jahre Internet - und die fleißigsten Surfer sitzen in Berlin 
 Internet-PC wird zum zentralen Medium für Jugendliche