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Deutsche Sporthochschule Köln, 19.11.03

f.i.t. 2/2003: Ganztagsschule und Körbe für Köln

Das neue Wissenschaftsmagazin der Deutschen Sporthochschule Köln ist erschienen

Die Rahmenbedingungen, in denen Kinder und Jugendliche aufwachsen, spielen, sich bewegen und Sport treiben haben sich in den letzten Jahrzehnten bedeutend verändert. Sport und Bewegung sind nicht mehr selbstverständliche Bestandteile der urbanen Lebenswelten Jugendlicher. Daher ist es besonders wichtig, die sozialen Funktionen von Sport und Bewegung in der Jugendsozialarbeit nutzbar zu machen. Sascha Alexandra Luetkens stellt in ihrem Beitrag "Das intersektorale Jugendsozialprojekt Körbe für Köln e.V.: Basketball als Brücke zwischen sportbezogener Freizeitgestaltung und beruflicher Orientierung!" ein vorbildliches Kooperationsprojekt zwischen Sportwissenschaft, städtischer Jugendarbeit und privater Förderung durch Rhein Energie Cologne und die GEW-Stiftung vor.


Um die Zukunft der Kinder und Jugendlichen geht es auch im Beitrag "Ganztagsschulen und Sport". Mit der geplanten flächendeckenden Einführung der Ganztagsschule in NRW wird das seit mehr als fünfzig Jahren gewachsene und ausbalancierte System von Schule und Freizeit in Frage gestellt: Werden wir zukünftig die Verantwortung für Sport- und Bewegungsangebote an die Schulen abgeben und welche Chancen und Risiken ergeben sich aus dieser Entwicklung für die Struktur und die Aufgaben der Sportvereine?

Der Frage "Sind Ältere gute Trainingsexperten?" geht ein Beitrag von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Psychologischen Instituts, des Instituts für Kreislaufforschung und Sportmedizin und des Instituts für Individualsport nach. Bisher wurde in Forschung und Trainingspraxis die Beanspruchungs- und Erholungsdosierung beim Ausdauertraining meist extern vorgegeben. In der hier beschriebenen interdisziplinär angelegten Studie wird erforscht, welche Auswirkungen ein selbstreguliertes Training im Vergleich zu einem extern gesteuerten Training haben könnte.

Das in der aktuellen politischen Diskussion allgegenwärtige Thema des demographischen Wandels bestimmt auch den Beitrag "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans ...?" von Udo Eversheim, Otmar Bock und Stefan Schneider. Die Autoren beschäftigen sich aus der Sicht der Physiologie mit der Fähigkeit, sich auch im fortgeschrittenen Alter an neue Lebensumstände und Entwicklungen anpassen zu können. Da diese Fähigkeit eine immer größere Bedeutung für die Integration, die Selbständigkeit und die Lebensqualität von Senioren hat, ist diese Untersuchung von besonderer Brisanz.

Ebenso spannend und hochaktuell ist der Beitrag "Sport mit COPD-Patienten" von Kerstin Bastian. Weltweit zeigen chronische Lungenkrankheiten einen Anstieg an Morbidität und Mortalität. COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) ist derzeit die vierthäufigste Todesursache in den USA, nur noch übertroffen von Herz-, Krebs- und Cerebro-vaskulären Erkrankungen. Die öffentliche und gesundheitspolitische Reaktion auf COPD ist trotz dieser beeindruckenden Fakten jedoch immer noch gering. Die Autorin stellt Effekte unterschiedlicher körperlicher Trainingsinhalte u.a. auf die Lungenfunktion und die subjektive Lebensqualität im Rahmen einer pneumologischen Rehabilitationsmaßnahme vor.

Christiane Wilke, Ingo Froböse und Günter Schumpe vom Institut für Rehabilitation und Behindertensport gehen der Frage nach, ob Menschen mit verschiedenen Haltungsformen unterschiedlich auf bestimmte Trainingsmaßnahmen und Belastungen reagieren und somit einzelne Trainingsmaßnahmen für bestimmte Haltungstypen von größerem Nutzen sind als für andere. In ihrem Beitrag "Die menschliche Haltung" berichten Sie von ihrer Untersuchung, in der die Reaktionen der Wirbelsäule auf ausgewählte Be- und Entlastungsmaßnahmen getestet wurden.

Weitere Informationen:


Sabine Maas, Deutsche Sporthochschule Köln
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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