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Hochschule Bremen, 21.06.05

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Hochschule Bremen, 21.06.05

EU-Projekt zur Sicherheit im (Ostsee-)Seeverkehr mit Bremer Beteiligung

"Baltic Master - maritime Sicherheit und Umwelt in der südlichen Ostsee" startet im Juli

Drei Bremer Institutionen beteiligen sich am Projekt zur Verbesserung der Seeverkehrssicherheit in der Ostsee: die Gesellschaft für Angewandten Umweltschutz und Sicherheit im Seeverkehr mbH (GAUSS), das Maritime Institut Bremen (MIB) der Hochschule Bremen und der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr. Das im Juli beginnende Projekt hat ein Gesamtbudget in Höhe von rund vier Millionen Euro. Die Akteure sind sich einig, dass die Sicherheit im Seeverkehr in der Ostsee sich nicht durch nationales Engagement allein realisieren lässt, sondern nur im europäischen Kontext und mit Zusammenarbeit aller Anrainerstaaten Erfolge erzielt werden können.


Das Projekt "Baltic Master - maritime Sicherheit und Umwelt in der südlichen Ostsee" umfasst insgesamt 40 internationale Partner, vom Finnischen Meerbusen entlang der Ostseeküsten bis zur Weser. Vor dem Hintergrund der Anbindung aller Ostseeanrainer an die EU und den damit zusammenhängenden Zuwachsraten im Seetransport - bereits jetzt werden etwa 90 % der internationalen und ca. 40 % der innnereuropäischen Warenverkehre über See abgewickelt - fokussiert das Forschungsprojekt auf die Verstärkung der Beteiligungsmöglichkeiten der betroffenen Länder und Regionen der Anrainer.

"Die kontinuierlich steigenden Ost-West-Ost Verkehre durch Ost- und Nordsee eröffnen große Chancen, auch für Bremen und Bremerhaven. Sie bergen allerdings auch Risiken, da zunehmende Verkehrdichten die Havarierisiken erhöhen können und die Schiffssicherheits-, Umwelt- und Arbeitsschutzstandards einzelner Schiffe teilweise außerordentlich mangelhaft sind", erläutert Hans-Gerd Knoop, Geschäftsführer der GAUSS. "Havarien, wie die der ERIKA oder der PRESTIGE würden in dem "Binnenmeer" Ostsee noch katastrophalere Folgen nach sich ziehen, als an der bretonischen oder der baskischen Küste. Wege zu untersuchen und aufzuzeigen, wie Anrainerstaaten und deren Bevölkerung sich effektiver an der maritimen Sicherheitspolitik beteiligen können, ist Ziel der Bremer Forschungsbeteiligung, und auch für die Nordsee von großer Bedeutung."

Unter Leitung der südschwedischen Region Blekinge werden während des zweieinhalb Jahre dauernden Projektes Vorschläge erarbeitet, die Eingang in die EU-Diskussion zur Sicherheit im Seeverkehr finden sollen. Für die Bearbeitung in Bremen werden die Umwelt-, Seeverkehrssicherheits-, Schiffbau- und Raumordnungskompetenzen des Umweltressorts, der GAUSS und des Hochschulinstituts MIB gebündelt, um einen interdisziplinären Ansatz zu gewährleisten. Die Mitarbeit der Bremer Partner konzentriert sich auf das dritte von vier Arbeitspaketen "Nachhaltige Raum- und Regionalplanung", das von dem Maritimen Institut Bremen geleitet wird.

Hinweis für Redaktionen:
Für Rückfragen: Dipl.-Geografin Antje Willnow, GAUSS mbH, Werderstr. 73, 28199 Bremen
Tel.: 0421-59 05-4850, Fax -4851, gauss@gauss.org .


Ulrich Berlin, Hochschule Bremen
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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