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Universität zu Lübeck, 17.04.07

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Universität zu Lübeck, 17.04.07

Electronic Evolution, Lebewesen aus Computerschrott: Informatik im Kunstunterricht - Lern-DVD für Pädagogen entwickelt

Für Lehrer, die medienkünstlerischen Unterricht durchführen wollen, gibt es jetzt eine Lern-DVD. Sie wurde am Institut für Multimediale und Interaktive Systeme der Universität zu Lübeck entwickelt. Eine Ausstellung interaktiver Installationen aus dem Kunstunterricht des Lübecker Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums unter dem Titel "EEvon" (Electronic Evolution) wird am Donnerstag, dem 19. April 2007, in den Media Docks Lübeck eröffnet (Willy-Brandt-Allee, Treppenhaus 1, 19 Uhr).

Ideenworkshop im 11. Jahrgang

Digitale Lebensform mit Lichtsensor

Zur Ausstellungseröffnung sprechen Prof. Dr. rer. nat. Michael Herczeg und Dr. phil. Thomas Winkler, Institut für Multimediale und Interaktive Systeme, Dr. Bert Janfeld, Media Docks, und Martina Ide-Schöning, Kunstpädagogin am Carl-Jacob-Burckhardt Gymnasium. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Das Unterrichtsprojekt und die ausgestellten Installationen wurden im Zusammenhang einer Studienarbeit von Christian Tille realisiert. Christian Tille studiert Informatik mit Spezialisierung in der Medieninformatik an der Universität Lübeck. Im Rahmen der Arbeit entstand auch die Lern-DVD für Pädagogen, die auf der Vernissage am Donnerstag erstmals präsentiert wird. Die DVD stellt drei mögliche Formen der Programmierung von drei unterschiedlichen Mikrocontrollern vor, wie sie für medienkünstlerische Unterrichtsprojekte genutzt werden können.

Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs am Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium setzten sich in dem fächerverbindenden Unterrichtsprojekt (Kunst und Informatik) künstlerisch mit möglichen Formen "künstlichen" digitalen Lebens in seinem jeweiligen Lebensraum (Habitat) auseinander. Dabei entstanden aus Computerschrott und funktionstüchtigen elektronischen Bauteilen insekten- und pflanzenähnliche Lebensformen in drei unterschiedlichen Lebensräumen aus künstlichen und natürlichen Materialien. Über Sensoren reagieren die digitalen "Lebewesen" auf Menschen. Durch Programmierung wurden ihnen sowohl primitive als auch komplexere Verhaltensweisen zugewiesen.

Das Projekt EEvon, das zum fünfjährigen Bestehen der Media Docks präsentiert wird, ist Teil der Initiative "Kids in Media and Motion" (KiMM) am Institut für Multimediale und Interaktive Systeme der Universität zu Lübeck. KiMM fördert in Verbindung von Schule und Universität ein ganzheitliches, projektorientiertes und transdisziplinäres Lernen und einen gestalterischen Umgang mit den neuen elektronischen Medien. Das von der Possehl-Stiftung Lübeck, dem Land Schleswig-Holstein und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt KiMM ist in dieser Form weltweit einzigartig und wird international wissenschaftlich als äußerst relevant bewertet.

Weitere Informationen:


Rüdiger Labahn, Universität zu Lübeck
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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