Hilfe: Sie befinden sich auf...

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche..., 06.03.06

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche..., 06.03.06

CASCOM - Agententechnologie für medizinische Notfalleinsätze

Das DFKI präsentiert auf der CeBIT 2006 vom 9.-15.3. in Halle 9, B45 das europäische Forschungs- und Entwicklungsprojekt CASCOM - Context-Aware Business Application Service Coordination in Mobile Computing Environments.

Ziel von CASCOM ist die innovative Zusammenführung von Technologien aus den Bereichen Multiagentensysteme, semantische Webdienste, Peer-to-Peer und mobile Telekommunikation für eine intelligente Koordination mobiler Geschäftsdienste zu jeder Zeit und an jedem Ort. In CASCOM werden die anwendungsspezifischen Dienste von intelligenten Agenten gekapselt, die in der Lage sind, auch hochkomplexe Aufgaben in dynamischen Umgebungen effizient zu lösen.
Untersucht werden Anwendungsszenarien im elektronischen Handel, im Telemonitoring und im Gesundheitswesen und dort als Emergency Assistance Scenario im Gesundheitswesen auch prototypisch realisiert: Die Möglichkeit, vertrauliche persönliche Daten unabhängig von einer stationären Infrastruktur sicher zu übertragen, eröffnet neue effiziente Kommunikationswege.

So kann beispielsweise ein im Urlaubsland erkrankter Tourist über PDA mit Hilfe seines persönlichen CASCOM Agenten auf Datenbestände seiner behandelnden Ärzte oder seiner Versicherer zugreifen, um so z.B. Ärzte vor Ort über bestehende Vorerkrankungen zu informieren. Das behandelnde Team ist dadurch detaillierter und schneller informiert, als durch den persönlichen Bericht des möglicherweise beeinträchtigten Erkrankten. Aufwändige Diagnostik, die bereits im Heimatland am Patienten durchgeführt wurde, kann vermieden werden; Risiken und Kosten werden minimiert. Anhand der übermittelten Informationen kann auch geprüft werden, ob eine rasche Behandlung vor Ort angezeigt ist oder der Rücktransport des Patienten sinnvoller erscheint. Durch die Vernetzung der Informationsquellen wird sichergestellt, dass die Kosten dafür durch einen der Versicherer übernommen werden. Auch für Rettungsassistenten oder Notärzte, die zu einem völlig unbekannten Patienten gerufen werden, bietet die CASCOM Architektur eine ad hoc Kommunikation und Zugriff auf relevante Daten von unterwegs aus.
Dabei spielen Agenten eine essentielle Rolle, die den Anwender bei der Benutzung des Systems unterstützen und stellvertretend für ihn relevante Dienste in unterschiedlichen Quellen finden und geeignet komponieren. Damit eine dynamische Komposition stattfinden kann, müssen die Dienste semantisch beschrieben sein. Voraussetzung für die Einsetzbarkeit des Systems ist eine glaubwürdige und zuverlässige Sicherheitsfunktionalität. Netzwerk- und Dienstanbieter müssen europaweit kooperieren, um den mobilen Anwendern Zugriff auf die Dienste zu gewährleisten. Dafür sieht die CASCOM Architektur eine agentenbasierte Koordination von Diensten vor. Die zugrunde liegenden Verfahren sind so generisch gehalten, dass das System auch für andere Anwendungsbereiche außerhalb des medizinischen Bereichs eingesetzt werden kann.
In der bisherigen Projektlaufzeit wurden die Anwendungs-Szenarios (Emergency Medical Assistance, Telemonitoring, Shopping all) spezifiziert, in UML formal beschrieben und diskutiert. Darüber hinaus sind die zugrunde liegende konzeptionelle Architektur für das mobile P2P-Netzwerk sowie dessen Komponenten und Methoden für die semantische Dienstkoordination definiert und zum Teil bereits in ersten Versionen prototypisch entwickelt worden.
Ein integrierter Demonstrator der gesamten CASCOM-Technologie soll im Rahmen eines Workshops vorgestellt werden und anschließend in Feldversuchen 2007 evaluiert werden.
Das Projekt wird von der Europäischen Kommission mit insgesamt 2,69 Mio ¤ gefördert und hat eine Laufzeit von September 2004 bis August 2007. Insgesamt 8 Partner aus Deutschland, Finnland, Portugal, Spanien, Italien und der Schweiz sind an dem Projekt beteiligt. Die Projekt-Koordination ist am DFKI angesiedelt.

Kontakt:
Dr. Oliver Keller
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI GmbH
Forschungsbereich Deduktion und Multiagenten
Stuhlsatzenhausweg 3
66123 Saarbrücken
E-Mail: Oliver.Keller@dfki.de
Tel. +49 (0)681 302-5327
Fax. +49 (0) 681 302-2235

Weitere Informationen:


Reinhard Karger M.A., Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
"Felsrippe" soll zum Filetstück des Landschaftsparks Piesberg werden 
 RUB-Studie: Solidarität in Deutschland und Frankreich