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Kompetenznetz Depression, 25.10.07

Bayernweites Fortbildungsprojekt schult Altenpflegekräfte erfolgreich in der Depressions- und Suizidprävention

Eine Depression im Alter ist gefährlich. Bleibt die behandelbare Erkrankung unerkannt, führt sie nicht selten zum Suizid. Häufig sind Altenpflegekräfte diejenigen, die als erstes Veränderungen bemerken könnten. Mit einem speziell entwickelten Fortbildungsprogramm für ambulante Altenpflegekräfte ist Bayern der frühzeitigen Diagnose und besseren Versorgung von Depressionen bei alten Menschen jetzt einen weiteren wichtigen Schritt näher gekommen.


40 Prozent aller Suizide werden von Menschen über 60 Jahren verübt. Als Hauptursache gelten unbehandelte Depressionen. Um die Versorgung depressiv erkrankter Senioren zu verbessern, hat der gemeinnützige Verein "Deutsches Bündnis gegen Depression" in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen sowie dem Kompetenznetz Depression, Suizidalität jetzt bayernweit 200 Spezialschulungen für ambulante Altenpflegekräfte durchgeführt. "Mit unserem Fortbildungsprojekt haben wir 3.500 bayerische Altenpflegekräfte für das Krankheitsbild Depression sensibilisieren und ihnen wertvolles Wissen zur Früherkennung und Pflege an die Hand geben können. Auf diese Weise können sie helfen, Suizide alter Menschen zu vermeiden. Werden Depressionen rechtzeitig erkannt, sind sie gut behandelbar", so der Vorstandsvorsitzende des Bündnisses, Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Leipzig, den erfolgreichen Abschluss des Projektes.


Die wissenschaftliche Auswertung der "Fortbildungen in der Ambulanten Altenpflege zur Depressions- und Suizidprävention" (FAADS) ergab, dass das Fachwissen der Altenpflegekräfte dauerhaft erweitert werden konnte. "Das positive Ergebnis der Evaluation bestätigt das von uns entwickelte Fortbildungsprogramm als geeignete Interventionsmaßnahme zur Primärprävention von Depression und Suizidalität im Alter", resümiert Hegerl das vom Familienministerium mit 163.000 Euro geförderte Fortbildungsprojekt. Nicht zuletzt auch die Teilnehmer sind vom Nutzen der FAADS absolut überzeugt: 92,3 Prozent empfehlen die Fortbildung weiter!

Im Rahmen der FAADS wurden rund 500 Einrichtungen mit 3.500 ambulanten Pflegekräften durch Ärzte und Psychologen fortgebildet. Inhalte der vierstündigen Schulungen waren Ursachen, Symptome und neueste Behandlungsmöglichkeiten der Altersdepression sowie die Optimierung der Zusammenarbeit mit Arzt und Angehörigen. Ferner wurden Strategien im Umgang mit Betroffenen eingeübt.
Der Erfolg der Fortbildungsmaßnahmen wurde durch Befragungen evaluiert. Mittels standardisierter Fragebögen wurden die Schulungsteilnehmer direkt vor und direkt nach der Fortbildung zu ihrem Wissen und ihren Einstellungen befragt. Um Aufschluss über die langfristige Wirkung zu erlangen, wurde die Befragung zusätzlich drei Monate nach Abschluss der Schulung wiederholt.

Das Konzept der FAADS-Schulungen basiert auf einem Ansatz, der sich in einem früheren Projekt des Deutschen Bündnisses gegen Depression im stationären Pflegebereich bereits bewährt hat: Damals konnten über 5.000 Altenpflegekräfte mit nachweisbarem Erfolg geschult werden.

Für Journalisten:

Nähere Informationen sowie Grafiken zur wissenschaftlichen Evaluation des FAADS-Projektes in Bayern erhalten Sie bei:

Kathrin Winkler
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0341 - 97 24 - 586
Mail: kathrin.winkler@medizin.uni-leipzig.de

Weitere Informationen:


Kathrin Winkler, Kompetenznetz Depression
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Altenpflege, auch Pflege alter Menschen genannt, als professionelles Berufsfeld, befasst sich mit der Betreuung und Pflege von betagten Menschen in Institutionen und Organisationsformen, wie Hauskrankenpflege, Tageszentrum , Altenheim, Pflegeheim, Gerontopsychiatrie sowie bedingt auch Palliativstation und stationärem Hospiz. Wikipedia


 
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Depression (v. lat.: deprimere = „niederdrücken“), bezeichnet einen Zustand psychischer Niedergeschlagenheit der episodisch oder andauernd auftreten kann. Sie wird zu den affektiven Störungen gezählt. Verwendet werden auch Begriffe wie depressive Episode oder rezidivierende depressive Störung. Wikipedia


 

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Der Suizid (von neulateinisch suicidium aus Suffix -cidium „Tötung“ und sui „sich“; gr. autocheiria) ist das willentliche Beenden des eigenen Lebens, sei es durch beabsichtigtes Handeln oder absichtliches Unterlassen, z. B. lebenswichtige Medikamente, Nahrungsmittel oder Flüssigkeit nicht mehr zu sich zu nehmen. Wikipedia


 

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