Hilfe: Sie befinden sich auf...

Universitätsklinikum Heidelberg, 06.07.07

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Universitätsklinikum Heidelberg, 06.07.07

Ich habe ein Baby - und fühle mich schlecht

Neue Selbsthilfegruppe unterstützt Mütter und Schwangere, die an psychischen Problemen leiden / Beratungs- und Therapieangebot der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg erweitert

Frauen, die nach der Geburt ihres Kindes oder während der Schwangerschaft an psychischen Problemen leiden, finden ab sofort Unterstützung in der neu gegründeten Selbsthilfegruppe "Zwickmühle". Die Selbsthilfegruppe - die erste ihrer Art in Heidelberg und Umgebung - ist eine Nachsorgeeinrichtung der Mutter-Kind-Einheit der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Christoph Mundt). Seit 2001 bietet die Mutter-Kind-Einheit verschiedene stationäre und ambulante Beratungs- und Therapiemöglichkeiten für betroffene Frauen an.


Die Gruppe trifft sich alle zwei Wochen in den Räumen der Psychiatrischen Universitätsklinik und soll den Frauen einen intensiven Austausch und gegenseitige Unterstützung ermöglichen. Offene Infoabende mit Vorträgen zu den immer häufiger auftretenden psychischen Erkrankungen nach einer Geburt und während der Schwangerschaft erweitern das Angebot und beziehen Angehörige mit ein. Ab 2008 sind auch regelmäßige Wochenendworkshops geplant, bei denen beispielsweise Entspannungstechniken, Kreativkurse oder Freizeitaktivitäten in der Natur auf dem Programm stehen werden.

Von Erschöpfung bis Suizidgedanken: mehr als nur "Babyblues" / Für schwangere Patientinnen gibt es bisher kaum Beratungsangebote

Die erste Zeit mit dem Baby wird gemeinhin als die glücklichste Phase im Leben einer Frau betrachtet. Doch viele frischgebackene Mütter machen andere Erfahrungen. "Die postpartale Depression (PPD) ist die häufigste psychische Erkrankung bei Frauen in den ersten sechs Monaten nach der Entbindung", erklärt Dr. Corinna Reck, Leitende Psychologin der Mutter-Kind-Einheit. "Symptome wie Erschöpfung, inneres Leeregefühl, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Ängste, ambivalente Gefühle dem Kind gegenüber bis hin zu Suizidgedanken sind einige der Kennzeichen."

Aber auch Schwangere mit Depressionen, Angststörungen und anderen psychischen Erkrankungen sind in der Selbsthilfegruppe willkommen. Für diese Risikogruppe gibt es bisher in Deutschland kaum Beratungs- oder Therapiemöglichkeiten, obwohl mittlerweile bekannt ist, dass das Risiko, nach einer Geburt wieder zu erkranken, für die betroffenen Frauen um 60 Prozent erhöht ist. "In diesem Sinne versteht sich die Selbsthilfegruppe auch als Präventionsmaßnahme im weitesten Sinne", sagt Eva Buschmann, Koordinatorin des so genannten Mobilen Bezugspersonenystems (MBS) an der Psychiatrischen Klinik, die die Frauen beim Aufbau der Selbsthilfegruppe unterstützt.

Mutter-Kind-Einheit bietet engmaschige Betreuung in der Klinik und zu Hause

Das MBS wurde 1996 als Modellprojekt an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie gegründet, um jugendliche Psychosepatienten nach dem stationären Aufenthalt auf der Akutstation (eine gemeinsame Einrichtung mit der Allgemeinpsychiatrie) engmaschig zu begleiten. Inzwischen werden auch Mütter und Schwangere mit psychischen Problemen in das erfolgreiche Betreuungsangebot mit Hausbesuchen, Unterstützung von Familienangehörigen, Informationsabenden und Freizeitaktivitäten aufgenommen. Somit ergänzt das Nachsorgeprogramm die vielfältigen stationären, ambulanten und teilstationären (die Patienten schlafen zuhause und sind tagsüber in der Klinik) Behandlungsmöglichkeiten der Mutter-Kind-Einheit der Psychiatrischen Klinik. Sechs stationäre Betten stehen in der Klinik für Patientinnen und gegebenenfalls ihr Baby zur Verfügung.

Kontakt:

Selbsthilfegruppe "Zwickmühle":

Tel.: 0177 / 30 93 518
E-Mail: shg_zwickmuehle@web.de
www.zwickmuehle.uni-hd.de

Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg:

Station Jaspers
Tel.: 06221 / 56 44 59

Mobiles Bezugspersonensystem MBS
(Frau Buschmann)
Tel.: 06221 / 56 54 86

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

Weitere Informationen:


Dr. Annette Tuffs, Universitätsklinikum Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
DFKI eröffnet Projektbüro in Berlin 
 Wie sich Vernichtungspolitik in Sprache ausdrückt: Neuerscheinung der RUB-Genozidforschung