Hilfe: Sie befinden sich auf...

Freie Universität Berlin, 03.09.02

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Freie Universität Berlin, 03.09.02

Asiatische Paläographie online. Interaktive Datenbank zum Verständnis südasiatischer Schriften

Asiatische Schriftzeichen erscheinen dem Auge, das mit der lateinischen Schrift vertraut ist, wie künstlerische Hieroglyphen. Sie ähneln modernen Kunstwerken - sie sind schön, aber vielen Menschen nichtssagend. Dies soll sich ändern. Mit einer interaktiven Datenbank, die von Indologen erarbeitet wird und die die unendliche Vielfalt indischer Schriftformen samt ihrer historischen und geographischen Entwicklungen und Verbreitungen darstellt. Zugänglich gemacht werden soll sie dem spezialisierten Wissenschaftler und dem interessierten Laien.

Ergebnis einer Standardabfrage nach dem Konsonanten "K".

Die Zeichenablage dient zur Analyse der vom Benutzer ausgewählten Zeichen.

Mit INDOSKRIPT - so der Name der interaktiven Datenbank zur Paläographie südasiatischer Schriften - werden epigraphische und handschriftliche Zeichensätze aus allen Epochen und Regionen des indischen Subkontinents gespeichert. Die ersten Inschriften stammen aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. von dem Maurya-Herrscher Asoka (ca. 299-237 v. Chr.).

Die einzelnen Schriftzeichen werden aus den entsprechenden Vorlagen isoliert, gesondert abgelegt und jeweils mit der Transkription verknüpft, die ihrem Lautwert entspricht. Das auf diese Weise aufbereitete Zeicheninventar wird nicht nur sprachhistorisch (diachron) und linguistisch (synchron), sondern auch geographisch und zeitlich/dynastisch vernetzt. Dadurch können sowohl einzelne Schriftzeichen als auch zusammenhängende Schriftsätze aus allen Regionen und Epochen Indiens abgerufen werden.


Die Paläographie aller bekannten südasiatischen Schriften wird damit in einer Weise transparent, die es erlaubt, nicht nur die Entwicklung von Lokalschriften detailliert zu verfolgen, sondern es können auch Schriften bzw. epigraphische oder handschriftliche Dokumente, die undatiert oder unbekannter Herkunft sind, zeitlich und regional präzise zugeordnet werden.

Das INDOSKRIPT-Datenbankprogramm liegt zur Zeit in der Version 1.0.1 vor. Es handelt sich dabei um eine interne Testversion, an der von den Wissenschaftlern laufend Verbesserungen vorgenommen werden.

Die Indologen sind auf fachkundige Mithilfe von Spezialisten angewiesen, damit die INDOSKRIPT-Datenbank den Bedürfnissen einer möglichst breiten Anwenderschaft gerecht werden kann. Wer über Spezialkenntnisse südasiatischer Schriften verfügt, ist eingeladen, das Projekt durch eine auszugsweise Weitergabe seines erworbenen Wissens zu unterstützen. Dazu müssten nur aus bereits bearbeiteten, datierten (oder zumindest sicher datierbaren) und lokalisierbaren Quellen ein möglichst kompletter Satz von Zeichen, einschließlich Ligaturen, Zahlzeichen, sowie ggf. Interpunktions- und Korrekturmarken, extrahiert und diese dann in der entsprechenden Vorlage in der Form von Randnoten transliteriert bzw. gekennzeichnet werden. Die weitere technische Bearbeitung und Übertragung der eingereichten Vorlagen in die INDOSKRIPT-Datenbank wird von den Projekt-Mitarbeitern erledigt.

INDOSKRIPT wird von Mitarbeitern des Instituts für Indische Philologie und Kunstgeschichte der Freien Universität Berlin und mit Unterstützung des Indologischen Seminars der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erstellt und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Ilka Seer

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Prof. Dr. Harry Falk, Institut für Indische Philologie und Kunstgeschichte der Freien Universität Berlin, Königin-Luise-Str. 27, 14195 Berlin, Tel.: 030 / 838-55146, E-Mail: falk@zedat.fu-berlin.de

Weitere Informationen:


Ilka Seer, Freie Universität Berlin
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Vom Kampfobjekt zum Schmuckstück. Zur Herkunftsgeschichte prähistorischer Prunkwaffen 
 Unterdrückung blieb ohne Einfluss