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Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, 01.04.08

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Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, 01.04.08

Angst vor dem Auslandseinsatz: Neue Konzepte für die Militärseelsorge zur Begleitung von Soldaten und Familien

Gemäß dem Weißbuch der Bundeswehr, in dem deren sicherheitspolitische Rolle definiert wird, sollen deutsche Soldaten einen Beitrag zur Stabilität in Europa und in globalem Rahmen leisten. Welche Auswirkungen haben Auslandseinsätze deutscher Soldaten und die daraus entstehenden Ängste auf Partnerschaft und Familie? Dieser Frage geht das Zentralinstitut für Ehe und Familie in der Gesellschaft (ZFG) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in Kooperation mit dem Katholischen Militärbischofsamt nach. Das auf drei Jahre angelegte Projekt hat zum Ziel, für die katholische Militärseelsorge Konzepte zu entwickeln, mit denen Partner und Familien schon im Vorfeld auf die neue Situation vorbereitet und darin begleitet werden sollen.

In empirischen Untersuchungen will das ZFG zunächst erfassen, wie die Betroffenen bislang mit existentiellen Ängsten umgehen: Werden sie verschwiegen, um - so die Annahme - sich nicht gegenseitig zu belasten? "Wenn ja, resultiert daraus die Frage, ob diese Ängste - unabhängig vom tatsächlichen Gefahrenpotential - enttabuisiert werden können", erklärt der wissenschaftliche Projektleiter am ZFG, Dr. Peter Wendl. Eine Schlüsselstellung werde der so genannten Resilienz-Forschung (engl. resilience = Widerstandsfähigkeit) zukommen. Resilienz umschreibe die Fähigkeit des Menschen, die Folgen belastender Lebensumstände zu meistern, Kompetenzen zu deren Bewältigung zu entwickeln und diese in das eigene Leben zu integrieren. "Resilienz ist nicht angeboren, sondern kann erworben werden", erläutert Wendl. Dies solle im Rahmen eines pastoralen Konzeptes unter anderem mit Intensivveranstaltungen erfolgen, in denen neben Partnern, Kindern und Angehörigen auch Freunde berücksichtigt werden.

Das ZFG und die katholische Militärseelsorge kooperieren bereits seit längerem bei der Entwicklung und Anwendung von wissenschaftlichen und praktischen Maßnahmen zur Bewältigung von Fernbeziehungen.

Hinweis an Medienvertreter: Für Fragen rund um dieses Projekt steht Ihnen Dr. Peter Wendl (peter.wendl@ku-eichstaett.de) zur Verfügung.


Dipl.-Journ. Constantin Schulte, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Der Begriff Bundeswehr bezeichnet die Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland und die zivile Bundeswehrverwaltung. An ihrer Spitze steht der Bundesminister der Verteidigung als Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt im Frieden. Im Verteidigungsfall geht die Befehls- und Kommandogewalt auf den Bundeskanzler über (Art. 115b GG). Oberster Soldat der Bundeswehr ist der Generalinspekteur der Bundeswehr, der den Dienstgrad General oder Admiral trägt, jedoch nicht militärischer Oberbefehlshaber der Bundeswehr ist. Einen solchen kennt die Kommandostruktur der Bundeswehr nicht. Die Verantwortung für die Einsatzbereitschaft ihrer Bereiche haben die Inspekteure der Teilstreitkräfte (Heer, Luftwaffe, Marine) und der militärischen Organisationsbereiche (Streitkräftebasis, Zentraler Sanitätsdienst). Wikipedia


 

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Militärseelsorge ist eine Sammelbezeichnung für (a) die Aktivitäten sowie (b) die organisatorische Struktur der Kirchen und Religionsgemeinschaften im militärischen Kontext. Sie ermöglicht den Soldaten, Streitkräfteangehörigen und deren Familien die Ausübung ihrer Religion unter den besonderen Bedingungen soldatischen Dienstes. Militärseelsorger begleiten Soldaten auch bei ihren Einsätzen im In- und Ausland. Wikipedia


 

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