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Universität Dortmund, 26.09.05

Alles in Butter? Auch am "Tag des Butterbrotes" kommt es auf den Belag an

"Das wär für mich der schönste Tod - ganz dicht bei meinem Butterbrot." So endet ein Gedicht auf der Homepage www.butterbrot.de. Doch der Verfasser ist nicht der einzige Verehrer der bestrichenen Backware - auch in diesem Jahr haben Liebhaber den "Tag des deutschen Butterbrotes" schon rot im Kalender angestrichen. Der von der CMA ins Leben gerufene Jubeltag findet am 30. September bereits zum siebten Mal statt. Auch die Dortmunder Ernährungswissenschaftlerin Dr. Nora Bönnhoff schätzt das gute alte Butterbrot im Prinzip; zumindest wenn Zutaten und Belag stimmen.

"An sich mag ich den Begriff Butterbrot nicht so gerne, denn er betont zu deutlich den Fettaufstrich Butter", erklärt sie. Dem Brot misst sie in ihrer Ernährungsempfehlung allerdings einen sehr hohen Stellenwert zu. Zu fünf bis sieben Scheiben täglich rät die Mitarbeiterin am Fach Hauswirtschaftswissenschaft der Universität Dortmund: "Wer am Tag nicht genügend Brot isst oder das auch nicht zum Beispiel durch Müsli ersetzt, wird Schwierigkeiten haben, genügend Ballaststoffe zu sich zu nehmen." Allerdings ist Brot nicht gleich Brot; Bönnhoff empfiehlt mindest zwei Scheiben Vollkornbrot am Tag, da Weißmehlprodukte einen zu geringen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen enthalten.


In Punkto Belag rät sie zu einem sparsamen Umgang mit Streichfett; zwischen Butter und Margarine gibt es hinsichtlich des Fettgehaltes keinen Unterschied. Auch der übermäßige Genuss von Leberwurst oder Salami ruft bei der Ernährungswissenschaftlerin Sorgenfalten hervor, allerdings betont Bönnhoff, dass es auf dem Butterbrot keine generellen Verbote gibt: "In Maßen ist nichts wirklich schlecht - es kommt vor allem auf eine ausgewogene Mischung an." In dieser Mischung sollten hauptsächlich fettarme Wurst und Käse aufs Brot und besonders Gemüse und Obst eignen sich hervorragend als Belag. "Das ist ja glücklicherweise immer mehr im Kommen, dass wenigstens ein Salatblatt oder eine Gurkenscheibe mit aufs Brot kommen", stellt sie zufrieden fest.

Neben den ernährungswissenschaftlichen Vorteilen sieht Bönnhoff noch einen ganz entscheidenden Pluspunkt für das Butterbrot: Es lässt sich gut transportieren, eignet sich somit hervorragend als Snack für Zwischendurch. Eine Eigenschaft, die das belegte Brot zum Klassiker auf dem Schulhof gemacht hat; keine Pause, in der nicht ein Butterbrot ausgepackt wird. "Das ist auch immer noch so", weiß Mareen Molderings zu berichten. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kollegin von Bönnhoff untersucht zurzeit das Ernährungsverhalten von Grundschülern im Rahmen einer Studie zur Elterneinbeziehung. Durch umfangreiche Anamnesen des Schulfrühstücks der Schülerinnen und Schüler konnte sie beobachten, dass zwar sehr viele Kinder ein Butterbrot mitbringen; die bevorzugten Beläge sind allerdings Nuss-Nugat-Creme oder Wurst. Dass Letztere in der Gunst der Butterbrot-Liebhaber ganz weit vorne rangiert, bestätigt auch eine Umfrage auf butterbrot.de: Hier ging die Wurst bei der Frage nach den Lieblingsbelägen eindeutig als Sieger hervor.

Kontakt:
Dr. Nora Bönnhoff
email: boennhoff@fb14.uni-dortmund.de
Ruf : (02 31) 755 - 21 51

Mareen Molderings
email: molderings@fb14.uni-dortmund.de
Ruf : (02 31) 755 - 41 60


Ole Lünnemann, Universität Dortmund
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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