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Universität Augsburg, 13.10.05

Wann ist ein Mineralwasser wirklich gut?

Am WZU der Universität Augsburg sind das Wasser und der zukunftsfähige Umgang mit diesem essentiellen Lebenselement einer der zentralen Forschungsgegenstände. "Es geht darum", so Reller, "den Zustand von Wasser in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu ermitteln. Und zugleich kommt es uns darauf an, unsere entsprechenden Einsichten und Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, um das Bewusstsein für die Bedeutung des Wassers und seiner Qualität zu schärfen bzw. zu wecken."


WASSERHERKUNFT UND WASSERQUALITÄT

Beim Thema Wasser spielen regionale Besonderheiten stets eine zentrale Rolle. Am WZU kümmert sich insbesondere Prof. Dr. Wolfgang Poschwatta vom Lehrstuhl für Sozial- und Wirtschaftsgeographie um verlässliche Bestandsaufnahmen regionaler Wasserzustände. Mit Fröhles Studie sind dabei jetzt erstmals Wässer höchsten Standards in den Blick genommen worden. In Zusammenarbeit mit drei mittelständischen Mineralbrunnenbetrieben wurden die Zusammenhänge von Wasser-Herkunft und -Qualität an drei Beispielen eruiert. Ziel war es, einen möglichst umfassenden Katalog mit Qualitätskriterien für Mineralwasser zu erarbeiten.

UMFASSENDES BEWERTUNGSSCHEMA FÜR MINERALWASSERQUALITÄT

Was macht die Qualität eines Mineralwassers aus? Fröhle hat hierzu einen umfangreichen Kreis einschlägiger Experten aus den Bereichen Chemie, Mikrobiologie, Hydrogeologie, Physik und Medizin, aber auch Fachleute aus dem Bereich der alternativen Qualitätsprüfung befragt. Aus den je nach Ausrichtung des jeweiligen Experten resultierenden sehr unterschiedlichen und auch sehr unterschiedlich gewichteten Kriterien, die ihm genannt wurden, hat Fröhle ein umfassendes Bewertungsschema für Mineralwasser mit insgesamt 25 Qualitätsfaktoren entwickelt.

QUALITÄTSFAKTOREN JENSEITS GESETZLICHER STANDARDS

Zu diesen Qualitätsfaktoren zählen zum einen Selbstverständlichkeiten wie ein guter Geschmack, eine konsequente Qualitätsüberwachung, ein sicherer Quellschutz oder die Freiheit von Rückständen aus Landwirtschaft, Industrie oder Arzneimitteln. Aufgenommen wurden darüber hinaus auch Kriterien, die in der Mineralbrunnenbranche eher strittig sind: so die Qualität der Verpackung, die Freiheit von Radioaktivität oder die gesundheitlich positive Mineralisation. Darf ein Mineralwasser mit Giftstoffen in Kontakt gekommen sein? Darf man es wirklich aufbereiten? Soll es eine lebensfördernde innere Struktur aufweisen? Darf es mit elektromagnetischer Strahlung in Kontakt kommen? Auf der Suche nach optimaler Mineralwasserqualität hat Fröhle sich nicht mit den Antworten begnügt, die die gesetzlichen Standards auf solche Fragen geben.

Mit Rainer Fröhle kooperiert und seine Untersuchungen unterstützt haben die Firmen "Romina Mineralbrunnen" in Reutlingen und "Staatliches Bad Brückenauer Mineralwasser" sowie die Privatbrauerei Ketterer im Schwarzwald. Präsentiert wurde die WZU-Studie im Zusammenhang mit der Markteinführung des Ketterer-Produkts "Hornberger Lebensquell", eines völlig naturbelassenen Mineralwassers.
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ANSPRECHPARTNER:
Prof. Dr. Armin Reller
Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon 0821/598-3000
armin.reller@physik.uni-augsburg.de
http://www.wzu.uni-augsburg.de


Klaus P. Prem, Universität Augsburg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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