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Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT), 22.05.08

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Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT), 22.05.08

Klimaschutz und Biodiversität: Synergien wirksamer nutzen

Zwischen Klimaschutz und der Erhaltung der Biodiversität gibt es in vielen Bereichen Synergien, die allerdings noch nicht gut genug genutzt werden. Das zeigt das jetzt erschienene Positionspapier "Biodiversität und Klima", welches das Forum Biodiversität und ProClim- der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) zusammen mit namhaften Expertinnen und Experten erarbeitet haben.

Die Veränderung des Klimas hat zurzeit hohe Priorität auf der politischen Agenda. Im Fokus stehen mögliche Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen sowie zu den notwendigen Anpassungen an die Klimaänderung. Der Mensch verändert jedoch nicht nur das Klima langfristig, sondern auch die Biodiversität.
Klima und Biodiversität sind eng miteinander verknüpft und beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb sollten auch gemeinsame Massnahmen ins Auge gefasst werden. Bei diesen kann es zu Synergien zwischen Klima- und Biodiversitätsschutz kommen, in einigen Fällen aber auch zu Konflikten. Das vom Forum Biodiversität Schweiz und ProClim- der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) erarbeitete Positionspapier zeigt ausgewählte Fälle und formuliert unter anderem folgende Empfehlungen:

Ökologische Direktzahlungen als Anreiz. Extensiv bewirtschaftete Landwirtschaftsflächen stossen weniger Treibhausgase aus als intensiv genutzte Flächen und haben zudem eine höhere Biodiversität. Ökologische Direktzahlungen können deshalb nicht nur ein Anreiz für die Erhöhung der Biodiversität im Kulturland sein, sondern auch für die Reduktion von Treibhausgasemissionen. Sie sollten noch besser auf diese Leistungen ausgerichtet werden.

Systematischere Waldnutzung. In abgelegenen Regionen könnten die Wälder vermehrt als Kohlenstoffspeicher genutzt, d.h. als Waldreservate ausgeschieden oder nur noch minimal bewirtschaftet werden. In leichter zugänglichen Gebieten hingegen könnte das Holz stärker als bisher als Baustoff und Energieträger genutzt werden. Wenn dabei die Grundsätze des naturnahen Waldbaus berücksichtigt werden, kommt diese differenzierte Waldnutzung sowohl dem Klima wie der Biodiversität zu Gute.

Naturnahe Gestaltung von gefährdeten Flächen. Die Revitalisierung von Bächen und Flüssen und die Ausscheidung von Flächen, die überflutet werden können, sind Massnahmen, die aus Sicht sowohl des Klimaschutzes als auch der Erhaltung der Ökosysteme zu begrüssen sind. Auch beim Schutz vor Steinschlag, Rutschungen und Lawinen leisten Gebirgswälder und Wiesen einen wichtigen Beitrag. Da diese ebenfalls der Klimaänderung ausgesetzt sind, müssen sie möglichst artenreich und naturnah gestaltet werden.

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

Dr. Daniela Pauli
Forum Biodiversität Schweiz
Tel. +41 (0)31 312 02 75
biodiversity@scnat.ch

Dr. Christoph Ritz
ProClim-, Forum for Climate and Global Change
Tel. +41 (0)31 328 23 24
ritz@scnat.ch

Weitere Informationen:


Natascha Branscheidt, Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT)
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Gemäß dem Übereinkommen über Biologische Vielfalt (CBD) bezeichnet Biodiversität die Vielfalt der Arten auf der Erde, die Vielfalt innerhalb der Arten (genetische Unterschiede zwischen Individuen und Populationen) sowie die Vielfalt von Ökosystemen. Wikipedia


 
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Das Klima steht als Begriff für die Gesamtheit aller meteorologischen Ursachen, die für den durchschnittlichen Zustand der Erdatmosphäre an einem Ort verantwortlich sind. Oder anders ausgedrückt: Klima ist die Gesamtheit aller an einem Ort möglichen Wetterzustände, einschließlich ihrer typischen Aufeinanderfolge sowie ihrer tages- und jahreszeitlichen Schwankungen. Das Klima wird dabei jedoch nicht nur von Prozessen innerhalb der Atmosphäre, sondern vielmehr durch das Wechselspiel aller Sphären der Erde (Kontinente, Meere, Atmosphäre) sowie der Sonnenaktivität geprägt. Es umfasst zudem unterschiedlichste Größenordnungen, wobei vor allem die zeitliche und räumliche Dimension des Klimabegriffs von entscheidender Bedeutung für dessen Verständnis ist. Wikipedia


 

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Treibhausgase sind gasförmige Stoffe in der Luft, die zum Treibhauseffekt beitragen und sowohl einen natürlichen als auch einen anthropogenen Ursprung haben können. Entsprechend ihrer Temperatur emittieren sie Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung), die als atmosphärische Gegenstrahlung die Erdoberfläche zusätzlich zum Sonnenlicht erwärmt. Sie absorbieren andererseits einen Teil der vom Boden abgegebenen Infrarotstrahlung, die sonst in das Weltall entweichen würde. Wikipedia


 

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