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Bundesamt für Naturschutz, 20.05.05

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Bundesamt für Naturschutz, 20.05.05

Internationaler Tag der biologischen Vielfalt am 22.05.05

Internationaler Tag der biologischen Vielfalt am 22.05.05:

Internationales Sekretariat stellt Bestandsaufnahme vor

Vogtmann: Biodiversitätsziel 2010 wird nur wenigen Bereichen und Regionen erreicht

Bonn, 20. Mai 2005: "Biodiversität: Lebensversicherung für unsere sich ändernde Welt" unter diesem Motto steht der diesjährige Tag der biologischen Vielfalt am 22.Mai.
"Dieser internationale Tag bietet Gelegenheit, sich unsere Verantwortung bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt, d.h. des gesamten nicht-menschlichen Lebens als Quelle der vielfältigen Lebensformen menschlicher Gesellschaften und Nutzungsreserven wieder ins Bewusstsein zu rufen," erklärte der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann.


"Die Veränderungen in der Welt vollziehen sich immer schneller. Die wachsende menschliche Bevölkerung und der stetige Nutzungsdruck auf die endlichen natürlichen Ressourcen gehen einher mit einem Verlust an Biodiversität. Die Dimension der Aufgabe, die vor uns steht, ist so groß, dass das Biodiversitätsziel, bis 2010 den weiteren Verlust biologischer Vielfalt aufzuhalten, nur in einigen Bereichen und Regionen in der Welt erzielt werden wird. Aber es ist ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung der biologischen Vielfalt, für das sich das Engagement in jedem Fall lohnt," so der BfN-Präsident.

Gestern Abend stellte das Sekretariat der Biodiversitätskonvention in Montreal das "Millenium Ecosystem Assessment" für die nächsten fünf Jahre vor. Bei dieser internationalen Bestandsaufnahme wird das Verhältnis von Ökosystemen und dem menschlichen Wohl behandelt. Die Ergebnisse sollen Eingang in die weitere wissenschaftliche Forschung aber auch in die Politik finden.

In der Pressemitteilung des Sekretariates der internationalen Konvention über die biologische Vielfalt heißt es: "Der Wohlstand den wir besonders in den letzten 50 Jahren erreicht haben, hat die Biodiversität nachhaltig verringert. Wenn die Entwicklung weiter so voranschreitet, wird die biologische Vielfalt mit lebensbedrohlichen Konsequenzen weiter dezimiert.
Die Bevölkerungszunahme und die heutige Wirtschaftsweise, gestützt auf neue Technologien und unsere Muster des politischen und kulturellen Lebens üben einen übermäßigen Druck auf die Ökosysteme aus. Lebensraumveränderungen, Klimaveränderungen sind das Ergebnis.
In der Vergangenheit wurden schon eine Reihe von Programmen, zur Begrenzung des Biodiversitätsverlustes verabschiedet. Dies ist vielversprechend, aber bei weitem noch nicht genug.
Nachhaltige menschliche Entwicklung bleibt das Primärziel und wir müssen unsere Anstrengungen verstärken, dieses Ziel in allen Bereichen des menschlichen Lebens zu verankern. Die biologische Vielfalt bildet die unverzichtbare Grundlage dafür. Ihre Erhaltung ist unsere Lebensversicherung - heute wie auch für eine sich in Zukunft verändernde Welt."


Franz August Emde, Bundesamt für Naturschutz
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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