Hilfe: Sie befinden sich auf...

GeoForschungsZentrum Potsdam, 26.09.03

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

GeoForschungsZentrum Potsdam, 26.09.03

Hokkaido-Erdbeben war extrem starkes Ereignis

Hokkaido-Erdbeben war extrem starkes Ereignis
Trotz großer Magnitude vergleichsweise geringe Schäden

GFZ Potsdam - Das gestrige Erdbeben vor der Küste der japanischen Hauptinsel Hokkaido hatte nach Messungen verschiedener geowissenschaftlicher Einrichtungen eine Magnitude zwischen M = 8,0 (US Geological Survey) und M = 8,8 (GeoForschungsZentrum Potsdam GFZ). Es ist damit eines der stärksten instrumentell gemessenen Beben überhaupt. Der Erdbebenherd lag zwischen 7 und 28 Kilometern Tiefe. Exaktere Angaben sind bei einem solchen Extremereignis erst dann möglich, wenn weltweit die Aufzeichnungen ausgewertet sind.
Das Beben war ein typisches Subduktions-Erdbeben, das dadurch entsteht, dass sich an dieser Stelle der Pazifikboden mit etwa 8 cm pro Jahr unter Japan schiebt. Im Erdbebenherd brach die Erdkruste fast exakt senkrecht und erzeugte dadurch einen nach oben gerichteten Impuls im pazifischen Ozean vor Japan. Dieser führte zum gefürchteten Tsunami führte. Tsunamis sind Wellen, die im Ozean bei Erdbeben entstehen, wenn diese einen Vertikalstoß erzeugen. Tsunami-Wellen wandern im freien Meer mit Geschwindigkeiten von bis zu 700 Kilometern pro Stunde. Sie können sich beim Auflaufen auf die Strände im Extremfall auf Höhen von über 50 Metern aufsteilen. Beim jetzigen Beben wurden derartige Höhen aber nicht erreicht. Allerdings berichten Nachrichtenagenturen von Autos, die durch zwei Meter hohe Wogen ins Meer gespült wurden.
Durch Evakuierung wurden die Küstenbewohner in Sicherheit gebracht. Das erste Nachbeben, eine Stunde nach dem Hauptbeben, hatte noch eine Magnitude von MW = 7,0. Weitere Nachbeben erreichten Stärken um Magnitude MW = 5. Weitere Nachbeben sind zu erwarten.
Offenbar hat es die meisten Verletzten durch herabfallende und umstürzende Gegenstände in den Häusern und nicht durch eingestürzte Häuser gegeben. Dies kann als Hinweis darauf interpretiert werden, dass der beste Schutz vor Erdbeben im erdbebensicheren Bauen besteht. In erdbebengefährdeten Gebieten sollten im Hause Regale gegen Umstürzen gesichert werden und schwere Gegenstände ebenfalls verankert werden. Nähere Hinweise zum Verhalten bei Erdbeben gibt das GFZ Potsdam im Internet unter:
http://www.gfz-potsdam.de/...le/merkblatt_erdbeben_0209.pdf

ENDE DER MITTEILUNG

Weitere Informationen:


Dipl.Met. Franz Ossing, GeoForschungsZentrum Potsdam
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Artenvielfalt durch globale Abkühlung. Neue Hypothese zur Kambrischen Explosion 
 Das kann ein Wässerchen trüben - Arsen und Uran in Mineralwässern