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Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg, 09.05.07

Größter Verbund naturkundlicher Forschungssammlungen der Welt gegründet -

Um auf nationaler und europäischer Ebene forschungspolitisch aktiv werden zu und auf dem Gebiet der Naturkunde eine qualitativ weiter ausgebaute Kooperation der großen deutschen Forschungssammlungen gewährleisten zu können, haben sich elf Institutionen zum Konsortium "Deutsche Naturwissenschaftliche Forschungssammlungen" (DNFS) zusammengeschlossen.

Berlin/München/Frankfurt a. M./ Görlitz: Deutschlands große naturkundliche Forschungsmuseen haben sich zum Konsortium "Deutsche Naturwissenschaftliche Forschungssammlungen" (DNFS) zusammengeschlossen. Der entstandene Verbund ist die größte entsprechende Forschungsinfrastruktur weltweit und umfasst mehr als 100 Millionen zoologischer, botanischer, paläontologischer, anthropologischer und geologisch-mineralogischer Sammlungsobjekte. Das DNFS-Konsortium bündelt die wissenschaftliche Kompetenz ihrer Mitglieder zu hochaktuellen Fragestellungen wie Veränderungen des Klimas und der Umwelt und deren Auswirkungen auf Evolution, Artenvielfalt und Ökosysteme. Eine besonders wichtige Aufgabe wird auch sein, der Politik als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Das Konsortium will auch forschungspolitisch auf nationaler und europäischer Ebene aktiv werden.


Sitz des in Vereinsform gegründeten Konsortiums ist Berlin. Die Mitglieder umfassen:
· Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem
· Deutsches Entomologisches Institut, Müncheberg
· Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg, Frankfurt am Main
· Museum für Naturkunde Berlin
· Staatliche Naturhistorische Sammlungen Dresden
· Staatliche Naturwissenschaftliche Sammlungen Bayerns
· Staatliches Museum für Naturkunde Görlitz
· Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe
· Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart
· Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn
· Zoologisches Museum der Universität Hamburg

Mit ihrem Zusammenschluss streben die elf großen deutschen Kompetenzzentren für Forschung auf dem Gebiet der Naturkunde eine qualitativ bessere Kooperation an. Die weiter verstärkte Zusammenarbeit wird zum einen die fachliche Kompetenz durch Profilschärfung weiter steigern und zum anderen ermöglichen, die knappen personellen und finanziellen Ressourcen noch effizienter einzusetzen.

Das Konsortium aus Einrichtungen in ganz unterschiedlicher Trägerschaft verbindet die Vorteile föderaler Strukturen mit der Schlagkraft nationalen Vorgehens. So ist einerseits beispielsweise der Bildungsauftrag der DNFS durch die zugehörigen naturkundlichen Ausstellungsmuseen mit jährlich über 2 Millionen Besuchern regional gesichert. Andererseits ist das Konsortium Ansprechpartner für Bundes- und EU-Institutionen und durch seine breit gefächerte Fachkompetenz ideal geeignet, große Verbundprojekte durchzuführen und zur aktuellen Programmforschung beizutragen. Hier können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der DNFS auf große, bis ins 16. Jahrhundert und weiter zurückgehende, wissenschaftlich überaus wertvolle Sammlungen, hochmoderne Forschungslabore und weltweite Geländearbeiten zurückgreifen. Die naturkundlichen Sammlungen helfen auch, unsere genetischen und biologischen Ressourcen für die Nachwelt zu sichern und nutzbar zu machen.

Als Vorsitzender des Konsortiums wurde auf der Gründungsversammlung am 8. Mai 2007 Prof. Dr. Reinhold Leinfelder, Museum für Naturkunde Berlin, gewählt. Seine Stellvertreter sind Prof. Dr. Gerhard Haszprunar, Staatliche Naturwissenschaftliche Sammlungen Bayerns (München) und Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg (Frankfurt am Main). Die Geschäftsführung der DNFS liegt bei Prof. Dr. Willi Xylander, Naturkundemuseum Görlitz.

Kontakt:
Prof. Dr. Reinhold Leinfelder, Museum für Naturkunde Berlin, leinfelder@dnfs.de, sowie weitere Mitgliedsinstitutionen. Siehe auch: www.dnfs.de

Presse: Doris von Eiff, Forschungsinstitut u. Naturmuseum Senckenberg,
doris.voneiff@senckenberg.de

Weitere Informationen:


Doris von Eiff, Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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