Hilfe: Sie befinden sich auf...

Johann Heinrich von Thünen-Institut,..., 11.03.08

Ergänzend zum Artikel

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die Schlagworte zum Artikel klicken, um (andere) Artikel zu den jeweiligen Schlagworten anzuzeigen.
Auf der rechten Seite finden Sie ebenfalls Artikelinks und weitere Informationen zu den Schlagworten dieses Artikels.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Johann Heinrich von Thünen-Institut,..., 11.03.08

Gesunde und produktive Wälder verringern den Klimawandel

Organisiert wird der dreitätige Kongress vom Institut für Weltforstwirtschaft des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) zusammen mit dem türkischen Umwelt- und Forstministerium, der Internationalen Union der Waldforschungseinrichtungen (IUFRO), der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission sowie der Europäischen Umweltagentur. Dr. Richard Fischer vom vTI-Institut für Weltforstwirtschaft betonte in Istanbul: "Wir müssen im internationalen Rahmen Strategien entwickeln, wie sich die Wälder an die sich ändernden Klimabedingungen anpassen können. Gesunde Wälder haben das Potenzial, einen Beitrag zur Abschwächung des Klimawandels zu leisten."


Die Wälder in Europa kompensieren derzeit rund 10 Prozent der europäischen CO2-Emissionen und schwächen dadurch den Treibhauseffekt ab. Andererseits beeinflusst der Klimawandel die Wälder, entweder direkt durch den Temperaturanstieg und Extremereignisse, wie Trockenheit oder Stürme, oder indirekt durch Veränderungen im Auftreten von Krankheitserregern und Insekten. Die bereits zu beobachtenden Extremereignisse und besonders die vorhergesagten Klimaszenarien sind eine Herausforderung für die nachhaltige Waldbewirtschaftung, die sich auch in Zukunft auf verlässliche Monitoring- und Forschungsergebnisse stützen muss.

Nach wie vor destabilisieren zu hohe Stickstoffeinträge die Wälder. Auf zwei Dritteln von 186 ausgewerteten Dauerbeobachtungsflächen wurden kritische Eintragsraten überschritten. Zu hohe Einträge werden vor allem in weiten Teilen Zentraleuropas gemessen. Sie sind auf vielen Standorten die Ursache für Bodenversauerung und können die Auswaschung wichtiger Nährelemente aus den Böden bewirken. Kurzfristig sind jedoch auch positive Effekte zu beobachten. Aktuelle Auswertungen haben gezeigt, dass die Stickstoffeinträge zu verstärktem Zuwachs der Waldbäume führen. Dadurch wird verstärkt Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufgenommen. Es besteht jedoch eine große Unsicherheit über die Größenordnung dieses zusätzlich aufgenommenen Kohlenstoffes.

Die in Istanbul tagenden Experten befürchten, dass sich die Umweltbedingungen künftig voraussichtlich noch schneller als bisher verändern werden. Daher müsse die forstliche Umweltbeobachtung fortgeführt und weiterentwickelt werden. Die weitere Finanzierung der bestehenden Monitoring-Netzwerke auf EU-Ebene und in einzelnen Staaten sei dringend zu sichern.

Der Waldzustand wird gegenwärtig an mehreren Tausend Beobachtungspunkten in ganz Europa erfasst. Forstwissenschaftler Fischer vom vTI: "Der Erfassung liegen harmonisierte Methoden zugrunde, die unter der Genfer Luftreinhaltekonvention der UNECE und von der EU entwickelt wurden." Um die Vitalität der Waldökosysteme und deren Entwicklung besser verstehen zu können, muss weiterhin der kontinuierliche Betrieb einiger hundert aufwändiger Beobachtungsflächen sichergestellt werden. Diese Flächen liefern die nötigen Zeitreihen und Messergebnisse zu vielfältigen Umweltparametern.

Die Umweltbeobachtung und die Waldschadensforschung haben in der Vergangenheit bereits zu Erfolgen der Luftreinhaltepolitik der UNECE und der EU beigetragen. Die Abnahme der Schwefeleinträge und eine verringerte Versauerung von Böden und ganzen Wassereinzugsgebieten sind Beispiele für diese Erfolge. Heute sind die vorhandenen Daten eine der wichtigsten Grundlagen für forstliche Klimamodelle und die entsprechende Forschung.

Hintergrund:
Der Kongress "Forest ecosystems in a changing environment: identifying future monitoring and research needs" findet vom 11.-14. März 2008 in Istanbul statt. Die Organisatoren sind das Institut für Weltforstwirtschaft des Johann Heinrich von Thünen-Instituts in Hamburg, das Türkische Umwelt- und Forstministerium, die IUFRO, die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission und die Europäische Umweltagentur. Der Kongress wird von COST ko-finanziert.

Um Belegexemplar wird gebeten

Weitere Informationen:


Dr. Michael Welling, Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut fü
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Zucht mit Hindernissen 
 Stratosphärische Ozonchemie als wichtiger Faktor für atmosphärische Strömungsmuster identifiziert - Heutige Klimamodelle enthalten noch zu viele Unsicherheiten

Klicken Sie auf die Schlagworte um weitere Links oder Infos dazu angezeigt zu bekommen
Weitere Artikel zu "CO2"

Wikipedia Logo
Kohlenstoffdioxid (im normalen Sprachgebrauch auch Kohlendioxid, oft fälschlich Kohlensäure genannt) ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff und gehört damit neben Kohlenstoffmonoxid (auch Kohlenmonoxid), Kohlenstoffsuboxid und dem instabilen Kohlenstofftrioxid zur Gruppe der Kohlenstoffoxide. Wikipedia


 
Weitere Artikel zu "Forstwirtschaft"

Wikipedia Logo
Die Wald- oder Forstwirtschaft als Teil der Volkswirtschaft bezieht sich auf das planmäßige Handeln des wirtschaftenden Menschen im Walde. Ziel dieser Handlungen sind heute neben der Rohstofferzeugung auch das Erbringen immaterieller Leistungen wie die Erhaltung der Wälder, insbesondere als Schutz- und Erholungsraum. Wikipedia


 
Weitere Artikel zu "Klimawandel"

Wikipedia Logo
Als globale Erwärmung bezeichnet man den während der vergangenen Jahrzehnte beobachteten allmählichen Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere sowie die erwartete weitere Erwärmung in der Zukunft. Ihre hauptsächliche Ursache liegt nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Verständnis „sehr wahrscheinlich“[1] in der Verstärkung des Treibhauseffektes durch den Menschen.[2] Dieser entsteht durch Änderung der Atmosphärenzusammensetzung. Durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe und durch die weltumfassende Entwaldung wird Kohlendioxid (CO2) in der Luft angereichert. Landnutzungsveränderungen wie Land- und Viehwirtschaft sind eine zusätzliche Ursache, besonders durch den auf sie zurückgehenden Ausstoß weiterer bedeutender Treibhausgase wie Methan. Wikipedia


 

Archiv

Themen

Schlagworte

Anzeigen