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Humboldt-Universität zu Berlin, 25.02.08

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Humboldt-Universität zu Berlin, 25.02.08

Fossile Feder als "Missing Link" in Bernstein

Wissenschaftler des Museums für Naturkunde Berlin fand Ur-Feder von Vögeln oder Dinosauriern

Fossile Federn mit einer sehr ursprünglichen Struktur wurden in etwa 100 Millionen Jahre altem Bernstein aus dem Jura (Alb) in einem Steinbruch in Charente-Maritime, Frankreich, gefunden und von einer französisch-deutschen Forschergruppe um Vincent Perrichot vom Berliner Museum für Naturkunde
untersucht.
Perrichot und Kollegen untersuchten die 7 Federn in dem Bernsteinstück zunächst per Mikroskop. Um die filigranen Gebilde auch räumlich abbilden zu können, erstellten sie schließlich Röntgen- Mikrotomographien an der Europäischen Synchrotronstrahlungsquelle in Grenoble. Die so erhaltenen 3DModelle

zeigen maximal 2,3 Millimeter lange Federn, die wie eine Zwischenstufe zwischen Daunen- und Schwungfedern aussehen.
Diese Fossilien zeigen einen abgeflachten primären Schaft, der aus den noch unvollständig verwachsenen sekundären Ästen besteht, welche die abgeflachte Form moderner Federn andeuten. Diese Struktur stellt ein wichtiges Zwischenstadium in der Evolution der Feder dar, das von Evolutionstheoretikern zwar vorhergesagt worden war, aber bisher weder bei fossilen noch bei heutigen Tieren gefunden worden war.
Weil ursprüngliche und moderne Federn sowohl bei frühen Vögeln als auch bei einigen Dinosauriern auftraten, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, von welcher dieser zwei Gruppen diese fossilen Federn stammen. Für den Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin und Paläontologen Reinhold
Leinfelder sind die Federn dennoch eine Sensation: "Diese Federn sind ein weiterer wichtiger Schritt bei der Frage, wie und bei welchen Tieren die heutigen Schwungfedern entstanden sind." Ein Hinweis ist möglicherweise die Tatsache, dass in der gleichen Region Frankreichs ähnlich alte Zähne von
bekanntermaßen gefiederten Dinosauriern (Troodontiden und Dromaeosauriden) entdeckt worden, schreiben die Forscher um Vincent Perrichot vom Berliner Museum für Naturkunde in den "Proceedings of the Royal Society".

In: Proceedings of the Royal Society B (PERRICHOT V., MARION L., NÉRAUDEAU D., VULLO R. & TAFFOREAU P. 2008. The early evolution of feathers: fossil evidence from Cretaceous amber of France.
Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences: doi:10.1098/rspb.2008.0003).
Link: http://www.pubs.royalsoc.ac.uk/proceedingsb

Fotos finden Sie im Downloadordner:
http://download.naturkundemuseum-berlin.de/presse/Feder

Kontakt:
Dr. Vincent Perrichot
Museum für Naturkunde der Humboldt Universität zu Berlin, Invalidenstr. 43, D-10115 Berlin
Da sich Herr Perrichot bis 5. März in Neuseeland befindet, ist der Kontakt nur per e-mail möglich: vincent.perrichot@museum.huberlin.
de oder vincent.perrichot@neuf.fr.

Dr. Gesine Steiner, Öffentlichkeitsarbeit
Museum für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin, Invalidenstr. 43, 10115 Berlin
Tel. +49(0)30 2093 8917, Fax. +49(0)30 2093 8914, e-mail gesine.steiner@museum.hu-berlin.de
www.naturkundemuseum-berlin.de


Dr. Gesine Steiner, Humboldt-Universität zu Berlin
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Bernstein (mittelniederdeutsch Börnsteen „Brennstein“, lat. electrum) bezeichnet einen klaren bis undurchsichtigen gelben Schmuckstein aus fossilem Harz. Der dominikanische Bernstein kann durch chemische Einschlüsse sogar grünlich bis bläulich gefärbt sein – diese seltenen Varietäten sind extrem begehrt und teuer. Wikipedia


 

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Die Dinosaurier (griech. δεινός deinos – „schrecklich, gewaltig“, σαῦρος sauros – „Echse“) sind die Gruppe der Landwirbeltiere (Tetrapoda), die im Mesozoikum (Erdmittelalter) von der Mittleren Trias vor ca. 235 Millionen Jahren bis zur Kreide-Tertiär-Grenze vor ca. 65 Millionen Jahren die festländischen Ökosysteme dominierte. Wikipedia


 

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Federn (lat. Pennae, Singular Penna) sind auf der Außenhaut der Vögel wachsende, im fertigen zustand leblose Gebilde aus Keratin, die die wesentliche äußere Hülle, das Gefieder oder Federkleid, bilden. Federn schützen die Vögel einerseits vor Wasser und Kälte und statten sie andererseits mit Farben aus, die sowohl zur Tarnung gegen Feinde, als auch als Mittel der visuellen Kommunikation dienen. Hinzu kommt die feste Kontur, die sie dem Vogel verleihen, und natürlich auch die Möglichkeit des Fluges. Obgleich eine einzelne Feder von äußerst geringem Gewicht ist, wiegt das Gefieder eines Vogels etwa doppelt soviel wie sein Skelett. Der Wissenschaftszweig, der sich mit Federn befasst, wird Plumologie genannt. Wikipedia


 
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Als Fossil (von lat. fossilis „(aus)gegraben“) früher auch Petrefakt genannt, bezeichnet man jedes Zeugnis vergangenen Lebens aus der Erdgeschichte. Wikipedia


 

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